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Erstaunlich reife junge Talente bei „Jedes Kind ist ein Genie“

Grandiose Vielfalt für einen guten Zweck

BAD PYRMONT. Nach der Benefizveranstaltung „Jedes Kind ist ein Genie“ des Pyrmonter Salons zugunsten der westfälischen Kinderdörfer e. V. mussten sowohl die jungen Akteure als auch das Publikum erst einmal durchatmen. Mit etwa dreieinhalb Stunden Programm hatte der Nachmittag das Sitzfleisch der Anwesenden ziemlich strapaziert,

veröffentlicht am 28.04.2019 um 16:46 Uhr

Das Cello ist eins von drei Instrumenten, die Marie-Louise Maier beherrscht. Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Das Mammut-Event galt zwei Zielen. Einerseits: den in ihrer Musikausbildung und ihrem Talent insgesamt erstaunlich reifen jungen Künstlerinnen und Künstlern in den Sparten Musik, Poesie, Literatur und Tanz eine Bühne zu bieten. Andererseits: Spenden zum Kauf von Keyboards für die Westfälischen Kinderdörfer zu sammelt. Wie wichtig dieses Ziel ist, demonstrierte der dort tätige Musiklehrer und Liedermacher Jan Sedgwik gleich zu Beginn, beim Intro mit einem kleinen Chor des Kinderdorfes. Über den Spendenzweck informierte Schirmherr Prof. Dr. Wolf-Rainer Cario, wobei er darauf hinwies, dass Kinder einen besonderen Schutz für kulturelle Bildung genießen müssten und es die Pflicht der Erwachsenen sei, diese Rechte durchzusetzen.

Initiatorin Luisa Islam-Ali-Zade moderierte charmant und äußerst aktiv, galt es doch, dem Ablauf Struktur zu verleihen. Und die Wichtigsten, die Kinder, gestalteten eine Performance, die die Zuhörer absolut begeisterte. Herausragende Talente betraten die Bühne, wurden nach ihren in Blöcken zusammengefassten Beiträgen mit einer einfühlsamen Laudatio, Urkunden und weiteren Geschenken für ihr intensives Engagement belohnt.

Gleich im ersten Block brillierten Marie-Louise Maier (Klavier), Helen Fedora Söffge (Violine) und Antonia Buls, die erst seit 2017 Klavier spielt, mit Soloauftritten auf hohem Niveau, geehrt von Museumsdirektorin Melanie Mehring.

Alina Denzel mit schwierigem Klavierpart und als Tänzerin und Schauspielerin aktiv, hinten Luisa Islam-Ali-Zade. Foto: ar

Der Ehrgeiz, einen perfekten Auftritt hinzulegen, zog sich durch das gesamte Programm, sei es bei Marie-Louise Maier, die auf dem Cello ein ungarisches Reigenlied intonierte, bei Alina Denzels anspruchsvolles Paganini-Variationen am Flügel oder bei der vielseitigen Yelyzaveta Dzyumann, die nach nur eineinhalb Jahren Klavierunterricht Bela Bartoks „Lied“ spielte. Rasantes Klavierspiel lieferte die 7-jährige Iriyna Kiyaschko, wie Marie-Louise Maier Siegerin im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. Nadia Azad bewies am Piano, welch große Entwicklungsschritte in Richtung Perfektion von Jahr zu Jahr möglich sind.

Ein Highlight das „Bilinguale Kinder THEATER“ in Russisch und Deutsch mit enormer Textmenge, eloquent moderiert von Paul-Vincent Walsch. Er beeindruckte zudem mit einem selbstentwickelten Gedicht, wie auch Sofia Purk aus Hameln, die aus einer spannenden Geschichte aus eigener Feder vorlas. Gegen ihre Vielseitigkeit „würde Friedrich Schiller alt aussehen,“ lobte Prof. Cario.

Bemerkenswert Mozarts „Alla turca“ aus der Sonate in A-Dur, mit Vehemenz von Charlotte Kitzmann gespielt, sowie das mit Dramatik und viel Ausdruck interpretierte „Hedwig’s Theme“ aus Harry Potter, das ihr Bruder Christopher auf die Bühne brachte. Alle Laudatoren wie Bürgermeister Klaus Blome, Hamelns OB Claudio Griese, Blombergs stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Kleemann, Ratsfrau Leonie Glahn-Ejikeme und Michael Vietz waren des Lobes voll. Und ihr Aufruf, reichlich zu spenden, erreichte, dass es in der Sammelschale eher knisterte als klingelte.



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