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Stadt will zweites Gutachten

Gnadenfrist für 300 Jahre alte Säuleneiche

BAD PYRMONT. Die Stadt Bad Pyrmont will die gut 300 Jahre alte Säuleneiche an der Kirchstraße in Höhe des Kaiserplatzes vorerst doch nicht fällen, sondern einen zweiten Gutachter beauftragen, der die Möglichkeit prüfen soll, die Vitalität des Baumes zu erhalten. Das hat Pressesprecher Wolfgang Siefert am Mittwoch auf Anfrage mitgeteilt.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 12:37 Uhr

Die Säuleneiche an der Kirchstraße in Höhe des Kaiserplatzes stammt aus der Zeit von Preußenkönig Friedrich dem Großen. Foto: jl Die Säuleneiche an der Kirchstraße inHöhe des Kaiserplatzes stammt aus der Zeit von Preußenkönig Friedrich dem Großen. fo
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Eigentlich sollte der stolze Baum, der etwa in dem Jahr gepflanzt wurde, in dem der Preußenkönig Friedrich der Große geboren wurde, im Februar vom städtischen Bauhof gefällt werden. Das hatte die Stadt Ende Januar angekündigt (wir berichteten). Der zuständige Gärtnermeister der Stadt und eine externe Baumsachverständige, die schon die Bauarbeiten in der Brunnenstraße begleitet hatte, seien zu der Auffassung gekommen, dass die Eiche im Stamm eine starke Fäulnis aufweise und nicht mehr standsicher sei, hieß es. Dabei wurde aber offenbar nicht berücksichtigt, dass der Baum als Naturdenkmal eingetragen ist und damit unter einem besonderem Denkmalschutz steht. Davon war damals jedenfalls nicht die Rede. Die Denkmalaufsicht liegt bei der Stadt Bad Pyrmont selber.

Wie dem auch sei: Der Februar ist seit Mittwoch vorbei und die Säuleneiche steht immer noch. „Wir wollen einen zweiten Gutachter damit beauftragen, den Baum zu untersuchen und möglicherweise Empfehlungen zu geben, wie wir seine Vitalität erhalten können“, gab der Stadtsprecher auf Anfrage dieser Zeitung Auskunft. „Ziel von allen Beteiligten war und ist es, die historische Eiche im Bestand zu sichern“, versicherte er und fügte hinzu: „Es soll versucht werden, die Vitalität des Baumes zu erreichen, denn wir wollen natürlich alles versuchen, diesen alten und geschichtsträchtigen Baum am Leben zu erhalten“, versicherte er. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen seien als ein letzter Versuch zu sehen, den 300 Jahre alten Baum zu retten. „Sollte aber auch der zweite Fachgutachter die Meinung der beiden vorgenannten Experten teilen, dann ist der Baum allerdings nicht mehr zu retten“, so der Pressesprecher. Es gibt für die Eiche also eine Gnadenfrist, bis das zweite Untersuchungsergebnis vorliegt, was laut Siefert im März der Fall sein werde. „Bis dahin warten ab.“

Die Nachricht auf die Fällung hat laut Siefert nur vereinzelte Nachfragen von Pyrmontern ausgelöst. „Die Leute wollten wissen, ob die Fällung wirklich notwendig ist“, sagte er. Mit der neuen Entwicklung habe das aber nichts zu tun.



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