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Vor genau 40 Jahren gab Volker Schmidt-Gertenbach seinen Einstand in Bad Pyrmont

Gleich im ersten Jahr 400 Abonnenten

Bad Pyrmont. „Erfolge haben Eltern,“ sagte Kurdirektor Heinz Hermann Blome am Samstagabend im Konzerthaus vor Beginn des 5. Sinfoniekonzertes 2014 bei seiner Laudatio anlässlich einer ganz besonderen Würdigung, und meinte damit vor allem den Vater dieses nun 40 Jahre andauernden Erfolges, Generalmusikdirektor Volker Schmid-Gertenbach.

veröffentlicht am 20.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Dieser ist sowohl Initiator als auch Aushängeschild der beliebten Sinfoniekonzertreihe, doch ebenfalls meinte Blome auch den ehemaligen Kurdirektor Heinz Gustav Wagener und die damalige Veranstaltungsleiterin Elisabeth Petersen. Sie hoben im Oktober 1974 gemeinsam mit dem Dirigenten dieses Kind des Staatsbades aus der Taufe, und mit dem agilen Volker Schmidt-Gertenbach entwickelte es sich zu einem respektablen Erwachsenen. Wagener, der seit 1973 Kurdirektor war, erinnerte sich auf der Suche nach einem „bezahlbaren Reiseorchester“ für Bad Pyrmont an das Göttinger Symphonie Orchester mit seinem Chefdirigenten Schmidt-Gertenbach, mit dem er schon seit den 60er Jahren bekannt war. Man verständigte sich auf eine Abonnementreihe und konnte gleich im ersten Jahr 400 Abonnenten gewinnen.

In Zeiten des knappen Geldes ist es nicht einfach, ein qualitativ anspruchsvolles Programm zu stricken, was jedoch 1979 gelang und heutzutage immer wieder unter Beweis gestellt werden muss. Seit 40 Jahren schafft es Schmidt-Gertenbach, ein anziehendes und hochklassiges Angebot auf die Bühne zu bringen, wobei er für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet und sich mit dessen Inhalten, den Kosten und der Koordination auseinandersetzen muss. „Früher war die Programmentwicklung einfacher,“ sagt der 73-Jährige. „Aber ich erlaube mir den Luxus, nur noch mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ich mag.“ Das prägt sicherlich seine Affinität zu Bad Pyrmont, doch auch die äußeren Bedingungen schätzt er sehr. „Es gibt keine Stadt dieser Größenordnung, die eine vergleichbare Musiktradition aufweisen kann,“ schwärmt der Dirigent. „Hier gibt es einen der schönsten Konzertsäle in ganz Norddeutschland – und ich kenne ja Hunderte Säle dieser Art und kann das vergleichen.“

Sein Engagement für das hiesige Kulturleben zeigte sich auch beispielsweise bei der Anschaffung des neuen Flügels, für dessen Einweihung er den Pianisten Justus Frantz gewinnen konnte und die vom Deutschlandfunk übertragen wurde, oder in seinem Betreben, nur gute Solisten nach Bad Pyrmont zu bringen. Den ganz besonderen Bezug, den Komponisten wie Max Reger, Albert Lortzing oder Georg Philipp Telemann zu Pyrmont aufweisen, unterstützte Schmidt-Gertenbach mit adäquaten Programmen. Insofern bot das 5. Sinfoniekonzert einen historischen Höhepunkt, da die Mährische Philharmonie Olmütz unter seiner Leitung das gleiche Programm zu Gehör brachte, das fast auf den Tag genau vor 40 Jahren aufgeführt wurde. Unter anderem erklangen die „6 Variationen über ein empfindsames Thema“ des Bad Pyrmonter Komponisten und Dirigenten Walter Stöver (siehe Bericht unten).

Am Pult im Kreis seiner Musiker ist sein Platz: Volker Schmidt-Gertenbach bedankt sich am Samstag im Konzerthaus für die Glückwünsche.rr



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