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Professorin Keil betont: Niemand wird aus eigener Schuld krank

„Gesundheit ist Glückssache“

Bad Pyrmont. „Wer physisch, geistig, emotional, sozial und spirituell ohne Befund ist, ist eine Pappnase, aber nicht gesund.“ Annelie Keil, Professorin für Sozial- und Gesundheitswissenschaften, drückt es ganz unwissenschaftlich aus, als sie auf Einladung des Arbeitskreises der Unternehmerfrauen im Handwerk Hameln-Pyrmont in Bad Pyrmonts Wandelhalle über Gesundheitsfragen spricht. „Wenn die Organe ihr Schweigen brechen und die Seele streikt“, hat sie das Thema überschrieben. Die rund 100 Gäste folgen ihr auf den Pfaden vom Urknall bis zum heutigen Tag, vom offensichtlichen Befund einer Krankheit bis hin zur Unergründlichkeit der letzten Ursache dafür.

veröffentlicht am 22.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Was bleibt, nachdem sie in immer neuen Denkansätzen ständig weitere Erklärungsschichten abgeschält hat, ist die Frage nach dem Sinn, „der letzten Causa“. „Sie wurden nicht gefragt, warum Sie in dieses Leben geboren wurden, mit genau diesen Eltern, in genau diese Zeit und in genau dieses Land.“ Und da alle äußeren Konstellationen mit dem Organismus wechselwirken, sei jeder auch ein Produkt seiner Umwelt. Das kann trösten: „Niemand wird krank, weil er selbst schuld ist.“ Auch die typisch geächteten Risikofaktoren wie Rauchen oder falsche Ernährung alleine reichten nicht aus, Krankheit zu erklären. „Andere bekommen sie nicht, und wieder andere, die so sorgfältig auf ihren Körper achteten, bekommen sie.“ Keil betont: „Zu 70 Prozent haben Sie Glück, wenn Sie nicht krank sind.“ Wichtig sei, sein Leben zu nehmen, wie es ist, das Beste daraus zu machen und auch mit der Krankheit, wenn sie denn ausgebrochen sei, in Frieden zu leben.

„Gesundheit und Krankheit sind neu zu denken.“ Mit Anekdoten zeigt Anneli Keil den Zuhörern auf, dass die Menschen weitgehend emotionale Analphabeten seien, dass es wichtig sei, sich nicht mit Vorwürfen selbst zu martern, dass es keinen Sinn habe, andere umerziehen zu wollen. Und dass ein Nachdenken über das Warum genauso helfe, das Leben entspannter zu gestalten wie die Einsicht darüber, was man ändern könne und was nicht. Gelassenheit, das eine zu ertragen und der Mut, das andere anzugehen, seien geboten.

Professorin Anneli Keil rät, sein Leben zu nehmen, wie es ist, und auch mit der Krankheit in Frieden zu leben.Foto: yt



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