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Zukunft des Mofarennens ist offen

Gesucht: Ein Platz für Hagens Renner

HAGEN. Rennen und Party sind mit Lärm verbunden und bedeuten für Nachbarn eine Belästigung. Das Mofarennen auf dem Hagen wird darum am Samstag zum letzten Mal am Festplatz stattfinden. Ein neuer Platz ist noch nicht gefunden. Nachbarn hatten sich bei der Stadt beschwert.

veröffentlicht am 23.06.2016 um 12:58 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Alljährlich vor den Sommerferien fahren auf dem Hagen Mofas um die Wette, verfolgt regelmäßig von gut 400 Schaulustigen. Auf Einladung des Motorradclubs Hagen treffen sich morgen zum 11. Mal 25 Teams mit mehreren Zweirädern, um dort ihrer Runden zu drehen. Doch die Zukunft der Veranstaltung ist offen, denn so ein Rennen und die abendliche Party ist nun einmal mit Lärm und Trubel verbunden.

Nachbarn des Festplatzes haben sich bereits im vergangenen Jahr bei der Stadt beschwert und darauf bestanden, einen anderen Platz für das Rennen und die abendlich e Party zu suchen. Gegenwärtig ist darum nicht klar, ob und wo die Veranstaltung im kommenden Jahr stattfindet. „An diesem Ort findet sie morgen jedenfalls definitiv zum letzten Mal statt“, bestätigt Uwe Brechbühler vom Vorstand des Motorradclubs, denn für das kommende Jahr sei nicht mehr mit einer Genehmigung zu rechnen. „Wir sind gemeinsam mit dem Ordnungsamt auf der Suche nach einem anderen Platz, haben bislang aber noch keinen gefunden“, sagt er. „Für dieses Jahr haben wir uns noch einmal mit den Nachbarn geeinigt.“

Brechbühler zeigt ein „gewisses Verständnis“, denn laut sei es bestimmt und auch die Begleiterscheinungen der Feier seien sicherlich für die Nachbarn nicht schön. Dabei habe sich der Verein viel Mühe gegeben, den Geräuschpegel zu dämpfen, sowohl organisatorisch als auch technisch. Seine Argumentation zielt auf etwas anderes. Die Frage sei, was die Dorfkultur erhalte und was für den Ort zuträglich sei, meint er. Das Mofarennen diene generationsübergreifend der Ortsgemeinschaft, denn es gebe viele Hagener, die Freude daran hätten, an ihren Mofas herumzuschrauben und daraus „Rennmaschinen“ zu machen, die inzwischen wie Crossmotorräder aussähen. „In den letzten Jahren ist auf dem Hagen eine Garagenkultur entstanden, die seinesgleichen sucht. Vater und Sohn oder Opa, Schwiegersohn und Enkel fahren im Team“, gibt er zu bedenken.

Dieter Krumschmidt, Sprecher der Nachbarn, betont, dass man keinesfalls etwas gegen das Mofarennen habe. „Es wäre schade, wenn es das nicht mehr geben würde, aber es hat Auswüchse angenommen, die wir nicht mehr akzeptieren können.“ Die Veranstaltung habe ganz klein angefangen, sei immer größer geworden und immer näher an sein Grundstück herangerückt. „Wir wollen keine Spielverderber sein, aber die Grenze ist längst überschritten, und ich bin überzeugt, dass es andere, besser geeignete Plätze gibt.“

Los geht es morgen um 15 Uhr, um 19 Uhr ist das Rennen vorbei, und anschließend wird gefeiert. Ab 20.30 Uhr spielen die „Dos Hombres“, bekannt vom Pyrmonter „Bitburgerfestival“. Der Eintritt ist frei. Wir wünschen uns eine rege Teilnahme, denn, wie schon das Feuerwehrfest aufgrund von Lärmemissionen Geschichte ist, könnte auch das Mofarennen vom Motorradclub Hagen e.V. bald nur noch in den Chroniken zu finden sein“, befürchtet Brechbühler.



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