weather-image
15°
Erst, wenn das Gesundheitsamt sein Okay für die Jüngsten gibt, steht die Menge der Erstklässler fest

Gespanntes Warten auf die Anmeldezahlen

Lügde (jl). Am Montag war Stichtag: Bis dahin konnten Eltern ihre Kinder in den Lügder Grundschulen anmelden. Auf die endgültigen Zahlen wartet man nun im Lügder Rathaus besonders gespannt. Denn: Liegen sie vor, muss in Detmold entschieden werden, wie an den einzelnen Standorten zu verfahren ist.

veröffentlicht am 18.11.2010 um 21:17 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 23:41 Uhr

270_008_4407387_pn307_1911_5sp_GS_Luegde_jl.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wenn wir die Zahlen haben, leiten wir sie sofort zum Kreis-Schulamt nach Detmold weiter“, sagt Bürgermeister Heinz Reker. Sind für die als Schulverbund geführten Standorte Rischenau und Elbrinxen – wie zu erwarten – weniger Kinder angemeldet als jeweils 18, dann müssen Schulamt und Bezirksregierung überlegen, wie sie damit umgehen. Denn streng genommen ist eine Klasse mit weniger als 18 Kindern nicht komplett. Kurzfristig steht dem Vernehmen nach aber kein Lügder Grundschulschulstandort auf der Kippe.

Walter Schrader von der Stadtverwaltung hat auf Basis der Geburten- und Einwohnerstatistik zwar schon hochgerechnet, dass nach den Sommerferien 2011 in Lügde, Elbrinxen und Rischenau 89 Mädchen und Jungen eingeschult werden müssten. 59 in Lügde, 13 in Elbrinxen und 17 in Rischenau. Bestätigen kann er seine neulich im Schulausschuss vorgestellte Schätzung aber noch nicht. Denn ein paar Eltern haben ihre Kinder schon angemeldet, obwohl die erst nach dem 30. September sechs Jahre alt werden und damit zum Zeitpunkt der Einschulung noch nicht schulpflichtig sind. Diese potenziellen „Kann-Kinder“ muss sich erst noch eine Ärztin vom Kreisgesundheitsamt anschauen. Sie entscheidet, ob die Kinder schon schulreif sind oder lieber noch ein Jahr im Kindergarten bleiben sollten. Die Tests allzu zeitig anzusetzen, hätte wenig Sinn – weil Kinder sich in kurzer Zeit enorm entwickeln können und eine verfrühte Beurteilung diesen Reifeprozess ignorieren würde.

Was auf Dauer aus den kleinen Schulen werden woll, ist durch den Machtwechsel in Düsseldorf bisher nicht klarer geworden. „Ich vermag die Schulpolitik der neuen Landesregierung noch nicht einzuschätzen“, sagt Bürgermeister Reker. „Aber die Tendenz geht wohl dahin, auch die kleinen Standorte zu erhalten.“ Lügdes Politiker hatten sich hier bisher stets für den Erhalt ausgesprochen.

Wie es langfristig mit den Schulen weitergeht, ist indes offen. Fest steht nur: Walter Schraders Prognosen für die kommenden Jahre lassen eine Berg- und Talfahrt erwarten. Demnach sinkt zum Beispiel der Zahl der Grundschüler in der Kernstadt bis zum Schuljahr 2016/17 stetig. Dann kommen nur noch 32 Erstklässler dazu, und die Gesamt-Schülerzahl sinkt hier von jetzt noch 200 auf dann 170. Rischenau erreicht die bis jetzt absehbare Talsohle schon 1015: Im Einzugsbereich der Schule gibt es dann nur noch elf Sechsjährige; allerdings steigt ihre Zahl 2016 wieder auf 22. Dann dürften dort aber insgesamt nur noch 62 Kinder beschult werden. 70 werden es zeitgleich in Elbrinxen sein, wo die Zahl der Erstklässler in den nächsten sechs Jahren zwischen 13 und 25 variiert. Walter Schrader selbst genießt seine Prognose allerdings mit Vorsicht. Denn Familien, die wegziehen, oder Kinder, die zur Förderschule kommen, hat er nicht einrechnen können.

Ein Problem dürften die Mini-Klassen mit sich bringen: Die Zahl der zugeteilten Lehrerstunden sinkt. Die Folge: Ausfälle und Freistunden. Denn die früher zum Beispiel bei längerer Krankheit einer Lehrkraft einzusetzenden Feuerwehrlehrer gibt es nicht mehr; der Pool wurde noch zu Zeiten der alten Landesregierung geschlossen.

Weil die Lügderinnen immer weniger Kinder zur Welt bringen, wird die Zahl der Grundschüler in den nächsten Jahren sinken. In Lügde tut sie das bis 2016 kontinuierlich, während es im Einzugsbereich der Grundschulen in Elbrinxen und Rischenau auf Berg- und Talfahrt geht. Foto: Achiv/jl



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt