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Dirk Brödling und Johannes Krampen begeistern mit einem außergewöhnlichen Konzert

Geige und Orgel – ein romantisches Zusammenspiel

Bad Pyrmont. Auch wenn draußen der Frühling noch auf sich warten lässt: Das „Orgelfrühjahr“ in der Stadtkirche stand bisher schon in voller Blüte, und mit einem hochkarätigen Konzert wurde der musikalische Zyklus beendet. Dirk Brödling, Kantor der evangelischen Stadtkirchengemeinde, konnte den 37-jährigen Violinisten Johannes Krampen aus Stuttgart für eine gemeinsame Veranstaltung gewinnen.

veröffentlicht am 01.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Bei dem Geigenvirtuosen handelt es sich nicht nur um einen renommierten Instrumentalisten, sondern auch um einen gebürtigen Pyrmonter, der in seiner Heimatstadt schon als Schüler der Violin-Pädagogin Barbara Reuter-Rau auf sich aufmerksam machte und nach seinem Studium als Konzertmeister in Heidelberg, Mannheim und Stuttgart sowie als Solist international tätig war und ist. Nun boten Brödling und Krampen mit ihrem Programm „Romantisches für Violine und Orgel“ ein reizvolles Zusammenspiel, das auch Überraschendes beinhaltete.

Die wuchtige Klangfülle der Orgel und die filigrane Tonfarbe des Saiteninstruments, die man als gegeben voraussetzt, gingen eine nicht alltägliche Partnerschaft ein. Und einige Male „tauschten sie die Rollen“, dann nahm sich der Kantor in der Bedienung der Register auf behutsame Weise zurück, und der Violinist griff dafür kraftvoll und energisch in die Saiten. So wurde in jeder Phase eine gleichwertige Balance und eine große innere Spannung erzeugt, die keinen Moment nachließ und das Publikum in ihren Bann zog.

Für das Thema waren die Variationen über den Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Camillo Schumann (1872-1946) ein guter Einstieg. In den Varianten von Allegro und Andante entstand beim Umspielen des Motivs in fließender Folge ein abwechslungsreicher musikalischer Dialog. Die Romanze in G-Dur des Skandinaviers Johan S. Svendsen (1840-1911) erklang in der Partnerschaft der Instrumente in wunderschöner Klangreinheit und wahrhaft romantisch. Josef Rheinbergers Suite in c-Moll wurde lyrisch, virtuos und dynamisch interpretiert.

Mit zwei großangelegten Sätzen, einem Moderato und einer Passacaglia, aus Josef Rheinbergers (1839-1901) umfangreichem Orgelwerk ergänzte Dirk Brödling das Programm solistisch. Das Konzert mit dem harmonischen Gesamtkonzept und dem reizvollen Repertoire hätte mehr Zuhörer verdient, auch wenn das Publikum die Künstler am Ende mit viel Beifall ausgiebig belohnte.

Dirk Brödling spielt auf der Orgel der Stadtkirche und Johannes Krampen spielt die Violine.Hei



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