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Bad Pyrmont bekommt zwei Pilgerpfade, die das Staatsbad in sein Programm einbaut

„Gehen, wandern, lauschen“

Bad Pyrmont. Horstmar Kirchner greift entschlossen zum Hammer und heftet das kleine gelbe Schild, das mit dem Pyrmonter Ankerkreuz und einem blauen Wassertropfen gekennzeichnet ist, an den Baumstamm. „Den Nagel aber nur halb einschlagen“, hatte ihm zuvor Marc Student eingeschärft. „Der Baum wächst schließlich auch in die Breite. So machen die Forstleute das auch“, sagt der Mitarbeiter der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT). Er hilft der kleinen Gruppe, die sich hier auf der Bombergallee versammelt hat, bei ihrem Auftrag: Sie schildert die beiden neuen Pyrmonter Pilgerpfade aus. Einer führt durch den Kurpark des Staatsbades, der andere rund um das Pyrmonter Tal.

veröffentlicht am 27.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Besinnungspunkte“, nennt die Initiatorin Karin Block die Stellen, die nun mit den kleinen Wegzeichen kenntlich gemacht werden. Sie werden sich später in einem Infoblatt wiederfinden, das ihre Bedeutung erklärt.

„Die Halte- und Besinnungspunkte sollen die Möglichkeit zu spirituellen Impulsen geben“, erklärt sie. 13 Punkte sind für den „großen Pilgerpfad“, der am Brunnenplatz startet, und acht für den Pfad im Kurpark ausgewählt worden. In der Bombergallee geht es zum Beispiel darum, „den Baumdom zu erleben“, am Oberen Erdfall „die Tiefe zu spüren“ und an der Kilianskirche in Lügde um „Jahrhunderte Gottes Segen“. Damit wird das Gotteshaus in der Osterräderstadt übrigens Anlaufpunkt von gleich zwei Pilgerpfaden, denn hierher führt bereits eine Route auf dem Pilgerpfad der Lippischen Landeskirche.

„Gehen, wandern, lauschen, schauen, hören, Düfte genießen, sich an Ausblicken erfreuen, die Fülle der Jahreszeiten erleben, die sprudelnden Quellen entdecken: das alles enthält Pilgern auf dem Bad Pyrmonter Pilgerpfad“, schwärmt Karin Block. „Und dabei ist nicht die Länge entscheidend, sondern das Wie“, betont sie. Sie hatte die Idee und lief damit bei dem früheren Therapieleiter des Staatsbades, Werner Streicher, offene Türen ein. Sein Nachfolger André Schubert hat das Projekt sozusagen von ihm geerbt. Er möchte das Pilgern in das Therapieangebot des Königin-Luise-Bades einbauen. „Wir wollen damit das Bedürfnis unserer Gäste nach Besinnung erfüllen.“ Es passe gut zum Motto „Harmonie - Bewegung - Entspannung“.

Das erste Wegzeichen sitzt. Horstmar Kirchner nagelt es in der Bombergallee an einen Baum. uk

Auch BPT-Chef Karsten Stahlhut unterstützt die Arbeitsgruppe in ihren Bemühungen. Er hatte zum Auftakt den Mitgliedern der Arbeitsgruppe erklärt, wie sie einen GPS-Empfänger bedienen, mit dessen Hilfe sie die Positionen der Wegweiser bestimmen können, um sie in eine Liste einzutragen. Diese Informationen sollen sich ebenfalls in dem Informationsblatt wiederfinden. Hightech macht eben auch vor dem Pilgerpfad nicht halt.

BPT-Chef Karsten Stahlhut erläutert den Mitgliedern Arbeitsgruppe die Benutung eines GPS-Empfängers, mit dem sie die Position der Wegweiser festhalten sollen.uk



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