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Bereits 30 Wildunfälle in diesem Jahr / Auch innerhalb der Orte können Rehe auf der Fahrbahn auftauchen

Gefahr droht nicht nur im Wald

Bad Pyrmont. Drei Leichtverletzte und ein Sachschaden von 6500 Euro waren das Ergebnis eines Wildunfalles, der sich vergangene Woche zwischen Welsede und Thal ereignet hat. Der 19-jährige Fahrer eines BMW gab gegenüber der Polizei an, dass ihm gegen 1 Uhr in einer leichten Rechtskurve von rechts ein Reh vor das Fahrzeug gesprungen sei. Er habe stark abgebremst und gehupt und konnte dadurch einen Zusammenstoß mit dem Tier vermeiden. Doch das Bremsmanöver des BMW bemerkte der nachfolgende Fahrer eines VW Touran zu spät. Er konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf das Heck des BMW auf. Der VW geriet auf die Gegenfahrbahn und landete links auf dem Grünstreifen. Die drei Insassen des BMW wurden leicht verletzt, die Fahrzeuge erheblich beschädigt.

veröffentlicht am 02.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Das war der bislang jüngste Wildunfall auf Pyrmonter Stadtgebiet, der der Polizei gemeldet wurde. Insgesamt hat sie in diesem Jahr schon 30 dieser Unfälle registrieren müssen. Sie alle ereigneten sich bis auf einen in der Dämmerung oder in der Nacht. Besonders häufig waren die Landesstraße zwischen Grießem und Holzhausen, zwischen Bad Pyrmont und Thal und der Mühlenberg betroffen. „Wir gehen davon aus, dass es bei den Wildunfällen eine erhebliche Dunkelziffer von Unfällen gibt, die der Polizei nicht angezeigt worden sind“, so Kommissariatsleiter Udo Nacke. Dies beklage auch die Jägerschaft, die oftmals qualvoll verendete Tiere mit Unfallverletzungen findet, ohne dass sich die Unfallfahrer weder bei der Polizei noch bei dem zuständigen Jagdpächter melden.

Im Herbst und Frühjahr häufen sich die Unfälle, weil bei früherer Dunkelheit die Tiere häufiger unterwegs sind und Fahrbahnen queren. Allerdings sei es auch nicht so, so Nacke, dass sich Wildunfälle vorwiegend in Waldgebieten ereignen sondern auch auf angrenzenden Feldern halten sich die Tiere häufig auf. An den Unfällen sind sehr häufig Rehwild und Wildschweine beteiligt, aber auch mit Füchsen und Dachsen kommt es zu Zusammenstößen mit erheblichen Sachschäden.

„Obwohl bisher nur ein Unfall unter Beteiligung eines Rehs auf der Löwenser Straße, unterhalb des Bathildiskrankenhauses, der Polizei angezeigt wurde, soll es nach Angaben von Anwohnern hier regelmäßig zu Querungen der Fahrbahn durch Rehe kommen, die aus dem Königsberg auf die unter der Straße liegenden Ackerflächen wechseln“, berichtet der Kommissariatsleiter. Es müsse daher auch innerhalb der Ortslagen an bestimmten Stellen mit Tieren gerechnet werden.

Die Polizei rät daher Autofahrern, gerade in der „dunklen Jahreszeit“ mit Wildtieren auf der Fahrbahn zu rechnen, die Geschwindigkeit anzupassen und bremsbereit zu sein. Wenn es zu einem Zusammenstoß kommt, sollte unbedingt die Polizei verständigt werden, gerade wenn das Tier noch flüchten kann. Häufig sind die Tiere erheblich verletzt und müssen darum gesucht werden.red

Langsam fahren und bremsbereit sein, dann können Unfälle mit Rehen, Füchsen oder Wildschweinen vermieden werden.dpa



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