weather-image
Warum Helmut Eichmann mit der Feier zufrieden ist

Gedenken zum Volkstrauertag „sollte so bleiben“

BAD PYRMONT. Nach dem Gedenken ist vor dem Gedenken. Für Helmut Eichmann, den Pyrmonter Repräsentanten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, gilt das mit Blick aufs alljährliche Volkstrauertag-Ritual umso mehr.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 20:31 Uhr

„Ich bin stolz darauf, dass wir die ganze Bandbreite abdecken. Helmut Eichmann Volksbund-Repräsentant Foto: jl
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Anregung des hannoverschen Bezirksverbands-Geschäftsführers des Volksbundes, Henrik Bertold, bei künftigen Veranstaltungen alte Rituale aufzubrechen und den Tag durch Themen mit Gegenwartsbezug auch für junge Menschen zu öffnen (wir berichten), stößt bei Eichmann auf Widerspruch. „Ich lasse mir aus Hannover nicht sagen, wie wir unsere Veranstaltung auszurichten haben“, sagt er. „Ich bin der Meinung, das sollte so bleiben.“ Neuen Impulsen sei er gleichwohl „immer aufgeschlossen“.

Was nach seiner Überzeugung für die Beibehaltung der bisherigen Gestaltung der Pyrmonter Feier spricht: „Wir sind erfolgreich.“ So seien die Gedenkveranstaltungen gut besucht und würden von Politikern sämtlicher Ratsparteien unterstützt. „Sowohl Vertreter der Linke als auch der AfD haben teilgenommen“, betont Eichmann und bekennt: „Ich bin stolz darauf, dass wir die ganze Bandbreite abdecken.“ Wer für Frieden sei, der sei willkommen.

Im Übrigen hätten sich die Pyrmonter Volkstrauertage mit den Jahren durchaus verändert. Beispiele seien die Einbeziehung etwa des damaligen Imams der Lügder DITIB-Moschee vor einigen Jahren, aber auch von Reservisten, russischen Gästen oder zuletzt der deutsch-französischen Gesellschaft. Gerade diese internationale Zusammenarbeit sei zeitgerecht.

Sein Ziel sei es, die Erinnerung an kriegsbedingt zu Tode gekommene Menschen am Leben zu halten, „um zu sehen, wie wir das besser machen können“ – gerade in einer Zeit voller Spannungen, die auch Deutschland gefährlich werden könnte.

Zum Schulhof-Verweis nach seiner unangemeldeten Werbeaktion für den Volkstrauertag (wir berichteten) sagt Eichmann: „Der war in Ordnung.“ Mit der Humboldt-Schulleitung habe er später ein gutes Einvernehmen erzielt. „Aber darüber haben wir Stillschweigen vereinbart.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt