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Bewegende Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Ehrenmal vor dem Pyrmonter Schloss

Gedenken an alle Gewaltopfer

Bad Pyrmont. In einer bewegenden Gedenkfeier zum gestrigen Volkstrauertag gedachten etwa 80 Pyrmonter bei einer Kranzniederlegung am Ehrenmal vor dem Schloss der Gefallenen Zweier Weltkriege und aller Gewaltopfer. „Wir dürfen die Erinnerungen an das Unvorstellbare nicht vergessen,“ machte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder die anhaltende Bedeutung des Gedenkens deutlich. „Es muss uns eine Mahnung sein, für den Frieden einzutreten.“

veröffentlicht am 18.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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Roeder zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, 100 Pyrmonter Schüler für das Thema der Kriegsgräberfürsorge zu interessieren und dass einige von ihnen mit ihrer Lehrerin Anne Loss an der Gedenkfeier teilnahmen.

Die Holzhäuser Freiwillige Feuerwehr und die Schützen aus Holzhausen und Pyrmont stellten zur musikalischen Umrahmung durch das TuS-Blasorchester und den Frauenchor „Singfonie“ unter der Leitung von Karin Brüggemann die Ehrenabordnungen. Zuvor hatte Roeder gemeinsam mit dem Pyrmonter Vorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Helmut Eichmann, auf dem Holzhäuser Friedhof, dem Jüdischen Friedhof und dem Oesdorfer Friedhof Kränze für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft niedergelegt sowie vor dem Denkmal für die Heimkehrer am Kaiserplatz ein Blumengesteck.

Eichmann gedachte der Opfer von Gewalt und Krieg. Dabei spannte er den Bogen von den Soldaten über die Menschen, die durch Kriegshandlungen starben, oder in Gefangenschaft und als Flüchtlinge ihr Leben verloren bis hin zu denjenigen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einer anderen Rasse, einem anderen Volk angehörten oder als lebensunwert bezeichnet wurden. Auch die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage und die Menschen, die die unter Terrorismus und politischer Repression leiden und die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren, vergaß er nicht. „Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern,“ sagte der Volksbundvertreter.

Der Vorsteher der Neuapostolischen Kirchengemeinde Bad Pyrmont, Helmut Luetgemeier, erinnerte daran, dass auch heute Gewalt und Terrorherrschaft nicht am Ende seien und dass man sich Totalitarismus, Eigensinn und Hochmut entgegenstellen müsse.

Auch auf den Pyrmonter Friedhöfen gibt es eine Anzahl von Soldatengräbern. Sie erinnern daran, dass alleine vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge etwa zwei Millionen Kriegsgräber auf 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten betreut werden, woran sich etwa 1,3 Millionen Mitglieder und Förderer beteiligen. Dessen Leitwort „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ unterstrich Eichmann mit einem Zitat des Inders Mahatma Gandhi: „Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg.“ar

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Ehrenmal vor dem Pyrmonter Schloss.ar



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