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Was die Musikbad-Stiftung bietet

Geburtstagskind beschenkt die Musikfans

Bad Pyrmont. „In heutigem Klima hätten wir die Stiftung nicht gründen können“, sagt Titus Malms mit Blick auf die krisenbedingte Niedrigzinspolitik der Banken. Vor zehn Jahren war das zum Glück noch anders. Damals konnten deutlich ertragreichere Konditionen ausgehandelt werden, als das heute möglich wäre. Das kommt bis den Nutznießern der „Musikbad Pyrmont Kulturstiftung“ noch immer zugute, die seit ihrer Gründung am 10. Dezember 2003 mit den ausgeschütteten Zinsen diverse anspruchsvolle Projekte auf den Weg bringen oder maßgeblich fördern konnte.

veröffentlicht am 11.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:41 Uhr

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Den jüngsten Coup landet die Stiftung zu ihrem Zehnjährigen: Am Samstag, 25. Januar 2014, um 19.30 Uhr, gibt die NDR-Radiophilharmonie Hannover mit ihrem Chefdirigenten Eivind Gullberg Jensen einen Bruckner-Abend im Pyrmonter Konzerthaus. Gespielt wird mit der großen 7. Sinfonie E-Dur Antons Bruckners beliebtestes Werk. Zuvor erklingen virtuose Orgelvariationen des Komponisten mit Kreiskantor Oliver Kluge aus Hannover. Die gute Nachricht: Karten dafür gibt es schon jetzt im Vorverkauf.

Bereits am 17. Januar, um 18 Uhr wird Orchesterleiter Matthias Ilkenhans als Ehrengast bei der öffentlichen Stiftungsratversammlung im Rathaus das Orchester vorstellen.

Doch, zurück zur Stiftung: Ins Leben gerufen wurde die musikalisch wohltätige Organisation seinerzeit von 15 Stiftern unter der Schirmherrschaft der Staatsoper Hannover. Erklärtes Anliegen war damals wie heute, die Musik in Bad Pyrmont von der Ausbildung bis zur Aufführung zu fördern und zu erhalten. Dabei sollte, so hieß es, „die geschichtlich gewachsene 300-jährige Musikkultur Pyrmonts durch schöpferische Projekte bereichert und die unverzichtbare Bedeutung der Musik für eine lebenswerte Welt erfahrbar gemacht werden.“ Inzwischen ist etwa ein Dutzend weiterer Stifter hinzugekommen, und das von der Pyrmonter Stadtsparkasse verwaltete Kapital liegt bei etwas über 200 000 Euro. Das klingt nach viel. Mit den Zinsen allein sind große Würfe aber nur noch schwer möglich. Deshalb ist der Vorsitzende Malms froh über die Großzügigkeit in den Reihen der Pyrmonter Musikfreunde. Denn so mancher unter ihnen hat die kürzlich in einem Brief formulierte Bitte um Unterstützung erhört …

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  • Titus Malms
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Doch, ganz unabhängig von der weltweiten Finanzlage und ihren Folgen steht für Malms fest: „Die Stiftung hat sich unüberhörbar positiv auf das musikalische Leben Bad Pyrmonts ausgewirkt. So habe die Initiative die Restaurierung von Niedersachsens einziger Konzertsaal-Orgel sowie den Ankauf des großen Blüthner-Konzertflügels angeschoben und mit finanziert – was die Kammer- und Klavierkonzerte der „arche“ und der „Weltklassik am Klavier“ ermöglicht hat. Mithilfe der Stiftung seien zudem die Aufführungen von Beethovens Neunter und des Mozart-Requiems realisiert worden – ebenso wie diverse Projekte des Staatsbades, der Musikschule, der „Arche“ und anderer Institutionen. red/jl

Der früher in Bad Pyrmont tätige Orgelmusiker Martin Kluge wird die Konzerthausorgel zu Beginn des Jubiläumskonzerts am 25. Januar erklingen lassen.

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