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Stadt richtet zweite Familienmesse aus / Am Gros der Migranten geht das Angebot bisher vorbei

Geballte Action und Infos in der Mensa

Bad Pyrmont (Hei). Alles Zähneputzen hat nichts gebracht, nun muss der Bohrer her: Jimmy hat Karies, ganz eindeutig. Und so müht sich ,,Doktor“ Magnus zähneknirschend, dem Plüsch-Pony eine ordentliche Füllung für seine Beißerchen zu verpassen. Auf diese spielerische Weise lernen Magnus (4) und seine Freunde, wie wichtig Zahnpflege und Prophylaxe sind.

veröffentlicht am 03.10.2010 um 20:27 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:41 Uhr

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Die AG Jugendzahnpflege des Gesundheitsamtes Hameln-Pyrmont war einer von fast zwei Dutzend Ausstellern, die bei der Informationsmesse für Familien mit Kindern bis zum 6. Lebensjahr am Samstag in der Mensa mit einem Informationsstand die Eltern ansprechen wollten.

Es waren Kinderärzte vertreten, das Familien- und Kinderservicebüro ebenso wie der örtliche Kinderschutzbund oder Elterninitiativen für Kinder mit Handicaps. Und viele junge Familien nutzten die Möglichkeiten zur Information, vor allem auch im Gespräch mit den Kindergärten, Tagesstätten und Spielkreisen, die dokumentierten, welche speziellen Aktionen und Projekte gerade in ihren Einrichtungen laufen.

„Wir finden es gut, dass hier alle Angebote konzentriert sind, so dass man sich genau informieren kann“, sagen Kerstin und Michael Mäkler, die mit der fünfjährigen Emilia und Baby Elise die Messe besuchten.

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Ganz schön waghalsig: die jungen Athleten des Zirkus „Allez Hopp“ aus der Ganztagsbetreuung.

So wie den selig schlummernden Säugling sah man neben den Vorschulkindern etliche Babys – schließlich war dies auch eine wichtige Zielgruppe.

Allerdings kamen nach Auskunft der städtischen Organisatorin Sabine Spiegel insgesamt weniger Besucher als bei der ersten Messe 2009. Und Migrantenfamilien waren kaum vertreten. „Dabei haben wir die öffentliche Werbung und auch die persönliche Ansprache in den Kindergärten und in den Praxen der Ärzte verstärkt und unter anderem 750 Flyer verteilt. Auf Deutsch, denn eine Übersetzung in die jeweiligen Heimatsprachen wäre zu aufwendig gewesen“, sagt Spiegel. „Und schließlich sind die Kinder ja auch Multiplikatoren und könnten die Information weitergeben.“

Warum das Angebot bei Zuwandererfamilien auf Zurückhaltung stößt, ob es sie nicht interessiert oder die Hemmschwelle zu groß ist, weiß Sabine Spiegel nicht zu sagen. „Wir werden weiter daran arbeiten, diese Mauer zu durchbrechen“, verspricht sie und nennt die Messe insgesamt erfolgreich.

Und das Angebot an Aktivitäten für die Kleinen war groß: Da wurde gemalt, geturnt und gespielt, die Stadtbibliothek zeigte ein ,,Bilderbuch-Kino“, beim Stand der Musikschule wurden Rhythmus-Rasseln aus Joghurtbechern und Nudeln gebaut und Beispiele musikalischer Früherziehung gegeben.

Der Kinderzirkus ,,Allez Hopp“ aus dem Ganztagsschul-Angebot zeigte Akrobatik und eine Raubtiernummer, und der MTV sowie der TuS hielten die jungen Besucher in Bewegung. ,,Dass es hier kein Konkurrenzdenken gibt, sondern die Vereine zusammenarbeiten“, lobte eine Mutter als „sehr positiv“.

Zum Angebot für junge Familien generell in der Stadt äußerten sich die befragten Eltern überwiegend positiv. Eine Mutter wünschte sich jedoch ,,mehr Flexibilität“ in der Betreuung, etwa bei den Kita-Öffnungszeiten. Eine andere bedauerte indes, dass die Eisbahn „,sang- und klanglos zerschmolzen ist.“

Ein junger Vater sieht indes vor allem die Eltern in der Pflicht: „Man sollte mit seinen Kindern alle Möglichkeiten ausschöpfen und selbst aktiv sein. Man kriegt schließlich keine Kinder, um sie dann irgendwo zu parken.“

So sollen schon die Jüngsten fürs Zähneputzen begeistert werden: Magnus (4) verpasst Plüschpony „Jimmy“ eine Füllung für dessen kariösen Zahn. Dabei hilft ihm Jugendzahnpflege-Expertin Sibylle Höflich.

Fotos: Hei



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