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An lauen Abenden genießt Leguan Max das warme Pflaster

Gassi gehen mit dem Urzeittier: Blickfang in der Brunnenstraße

Bad Pyrmont (jl). Gemächlich kriecht Max im Abendsonnenschein über die Brunnenstraße. Wer ihn da zum ersten Mal sieht, guckt gleich noch mal hin. Denn ältere Semester prägen zwar das Stadtbild. Nicht aber Urzeittiere.

veröffentlicht am 31.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 22:21 Uhr

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Max ist ein Leguan, inklusive Schwanz fast einen Meter lang. Und wenn er zwischen den blühenden Petunien aus einem der städtischen Beete linst, glauben sich unvermittelte Betrachter eher in Südamerika als -niedersachsen.

„Manche denken, Max sein ein Krokodil und machen einen Bogen um ihn“, erzählt sein Herrchen Frank Schlaak, der in der Brunnenstraße wohnt und bei schönem Wetter gern mit seinem Kriechtier Gassi geht. „Aber immer erst abends, wenn es nicht mehr so voll ist“, sagt der 53-Jährige.

Sein Tier hat zwar nichts gehen Menschen, aber allzu viel Unruhe irritiert Max doch. Dann will er weg. Und wird, je länger ihn die Sonne bescheint, immer schneller.

Damit Max nicht allzu unwohl wird, mahnt Schlaak auch immer mal wieder Kinder zur Ruhe, die dem Leguan allzu quirlig auf die Pelle rücken. „Ihr seid zu schnell“, beschwört er sie dann.

Wenn der Leguan übers Pflaster kriecht, umrundet sein Herrchen ihn stets mit bedächtigen Schritten. „Ich passe immer auf“, erklärt Schlaak seinen Slalomlauf. „Ich will ja nicht, dass ihm ein Radfahrer über den Schwanz fährt.“ Die Menschen hingegen brauchen sich vor dem Reptil nicht zu fürchten. Max kann zwar zwacken, lässt seine Haut aber sogar von Wildfremden streicheln. „Und die Polizei hat gesagt, dass ich ihn nicht einmal an die Leine nehmen muss“, sagt Schlaak.

Zuhause, im zweiten Stock, rennt Max zwar viel durch die Wohnung und hat ein Terrarium samt Wärmelampe. „Aber echte Sonne ist besser“, findet sein Halter. Deshalb geht er mit dem Leguan Gassi in der Fußgängerzone, die voller wohlfühlwarmer Steine liegt. Aber natürlich nur, wenn das Wetter passt. Und das hat es in diesem Sommer bisher nicht allzu oft getan.

Und wie ist Schlaak auf das exotische Tier gekommen? „Der gehörte einem Bekannten“, erzählt er. „Als der sich dann auch noch einen Hund anschaffte, wollte er den Leguan nicht mehr.

Dass der Pyrmonter das Tier aufnahm, ist jetzt sechs Jahre her. Max ist etwa acht Jahre alt. Bei guter Pflege könnten es noch 20 mehr werden. Frank Schlaak, der sein Heim übrigens noch mit den beiden Schildkröten Elli und Lilli teilt, bemüht sich jedenfalls: „Max bekommt Salat, Gurken und anders Gemüse“, zählt er auf. „Aber keine Tomaten, denn die enthalten Blausäure, habe ich gelesen.“

Wenn Frank Schlaak an sonnigen Abenden mit seinem Leguan Max in der Pyrmonter Brunnenstraße unterwegs ist, kann er sich der Aufmerksamkeit anderer Passanten sicher sein. Aber der 53-Jährige wartet mit den Gassigängen erst bis zum Abend. Dann sind nicht mehr so viele Menschen unterwegs. Foto: jl

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