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Inklusives Netzwerk Bad Pyrmont sammelt weitere Ideen für Kunst- und Kulturprojekt

Ganz schön „verrückt“

veröffentlicht am 07.09.2016 um 21:39 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Am 15. September geht es im Haus Himmelsthür um einen verloren gegangenen Himmelsschlüssel, am 21. September gibt es einen Vortrag in der Wandelhalle zur Lebenszufriedenheit für Menschen mit Autismus, am 12. November sind Unterwassermusik und Lichteffekte in der Parkresidenz zu erleben, um nur einige Beispiele zu nennen.

Das gesamte, noch offene Kulturprogramm ist unter www.inklusives-netzwerk.de einsehbar oder bei Dieter Alfter unter 05281/8235 oder Steffi Maltzahn unter 05281/95037 erfahren. Die beiden gehören als Vereinsmitglieder auch zu den Hauptorganisatoren des Kulturprogramms und würden sich freuen, wenn sich aus Bad Pyrmont und Umgebung noch weitere Interessierte melden würden, die mit ihren Ideen an dem neuen Programm für 2017 mitstricken möchten. „Möglicherweise bestehen bereits bei dem einen oder anderen Gedanken zu einer Aktion, die er allerdings allein nicht wuppen kann“, bemerkt Maltzahn. In dem Fall könne eine Kooperation mit dem Verein zur Verwirklichung führen. „Wo, wie und wann läuft unser Leben plötzlich in anderen Bahnen, wo ist es ausgefallen oder außerordentlich?“ Diese Fragen stehen bei den Initiatoren des Kunstprojektes „Verrücktes Leben“ im Vordergrund. „Genau diese Spannungsverhältnisse jedweder Veränderung unter anderem auch künstlerisch aufzugreifen und begreifbar zu machen, ist eines unserer Anliegen“, erklärt Alfter und lädt dazu ein, mit den Aktionen des Kunst- und Kulturprogramms eine neue Sicht auf das Leben zu entdecken, mag es noch so verrückt sein.

Erste Ideen gab es auch schon bei einem Arbeitstreffen der Organisatoren. So können sich Akteure mitwirkender Vereine und Institutionen den Auftritt eines inklusiven Chores vorstellen, die Frage von Kindern beantworten zu lassen, ob es wirklich lila Kühe gibt oder den Wald als Abenteuer wahrzunehmen. Hallenspiele mit Kindern und ihren Eltern könnten ebenso für tobendes Miteinander sorgen wie eine Riesenwasserrutsche in Eichenborn. Wie ist das eigentlich bei Menschen, die Stimmen hören, oder bei Kindern, deren Leistungen in den Familien kaum wahrgenommen werden, weil sie aus irgendwelchen Gründen stets zurückstehen? „Es gibt also noch zahlreiche Themen, die eine andere Sicht auf die Vielfalt des Lebens zeigen können“, freut sich Maltzahn, denn so werde das Projekt des Vereins auch Zukunft haben. Vor kurzem fand bei der AIBP eine Aktion statt, in deren Räumen in der Brunnenstraße es um „Deine Kultur – meine Kultur“ ging. Hier hatten sich Mütter mit ihren Kindern eingefunden, die aus ihrem Migrantenleben zu berichten wussten. Bei Pizza und Süßigkeiten erzählten Nikki und Serkan aus Bulgarien, was sie noch aus ihrer früheren Heimat in Erinnerung haben und was sie in Deutschland als völlig anders erleben. Auch Informationen über Lieblingsspeisen tauschten sie mit Medlina und Mellis aus, deren Familien einen türkischen Migrationsweg vorweisen. Doch sie haben auch etwas gemeinsam: Sie gehen hier zur Schule, freuen sich über gefundene Freunde und haben alle pralle Backen beim Versuch, Luftballone aufzupusten.



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