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Warum der Neubau die Nachbarn frustriert / Arbeiten sind in Verzug geraten

Ganz schön hoch der neue Rewe-Markt in Holzhausen

BAD PYRMONT. Auf der gegenwärtig größten Baustelle Bad Pyrmonts – sieht man von der Heemsteder Brücke ab – tut sich zurzeit nicht viel. Die Arbeiten an dem neuen Rewe-Markt an der Schillerstraße sind in Verzug geraten. Marktleiter Uwe Gnädig bestätigte einen teilweise Baustopp, der dem kalten Wetter geschuldet sei.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 13:29 Uhr
aktualisiert am 03.02.2019 um 16:50 Uhr

Erst aus der Höhe wird die Dimension des neuen Marktes so richtig sichtbar. Dieses Foto entstand vor einer Woche. Foto: yt
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Architekt Christian Rohde, der das Projekt in der Entstehungsphase begleitet hatte, unterstrich: „Die Temperaturen waren bislang zu niedrig, um Betonarbeiten auszuführen.“

Darum wurde der Eröffnungstermin von April auf Juni verlegt. Um die Arbeiten fortsetzten zu können, müsse einfach wärmeres Wetter her, so Rohde. Das ursprünglich für den vergangenen Freitag geplante Richtfest wurde auf den 3. März verschoben. Immerhin ist die Eröffnung im Juni in Sichtweite, doch stehen noch eine Menge Arbeiten an, die erledigt werden müssen.

Auch wenn man die hölzerne tragende Unterkonstruktion des Daches schon sieht, so heißt das noch nicht, dass mit dem Innenausbau begonnen werden kann. Außerdem ist am Außengelände noch alles zu tun, was einen Parkplatz und eine Zufahrt für den Lieferverkehr ausmacht. Dort ragen bislang nur die noch abgesicherten Rohre mit den Zuleitungen für die Beleuchtung aus dem Boden.

Mit dem Autokran wurden bereits die Teile der Dachkonstruktion montiert. Foto: RR

Währen der östliche Teil des Marktes noch eine moderate Höhe hat, kommt die rund 40 Meter lange Ausdehnung des Baukörpers in Richtung Mühlenstraße locker auf 6,70 Meter, gemessen an der Oberkante der Attika. Für die Anwohner der Mühlenstraße ist das frustrierend, denn schaut man aus dem ersten Stock zum Rewe-Markt, blickt man auf eine Mauer. Die soll allerdings, so meint Rohde, nicht mehr so bedrückend wirken, wenn sie erst einmal mit einem Farbanstrich versehen sei. Und was die Bauhöhe angehe, wären sogar bis zu 7 Meter zulässig gewesen, betont der Architekt. Ob das alles die Nachbarn tröstet, darf bezweifelt werden.

Auch aus der Immanuel-Kant-Straße ist der Markt für die angrenzenden Nachbarn gut sichtbar. Wo der Blick früher nur auf grüne Hecken und Büsche der angrenzenden Grundstücke oder des alten Marktparkplatzes fiel, erhebt sich nunmehr ein aufgeschüttetes Gelände und darauf der neue Markt. In der Realität wirkt dieser viel größer als noch in den Bauplänen, denn seine Ausmaße verdeutlichen sich erst im Vergleich zu den umliegenden Wohnhäusern.

Dass Anlieger mit dieser Blicksituation ihre Probleme haben, ist in Holzhausen bekannt, doch darf daran erinnert werden, dass Rewe zu Planungsbeginn noch daran dachte, die Häuser an der Mühlenstraße aufzukaufen und erst in die jetzige Planung eintrat, als Anlieger nicht darauf eingehen wollten.

Vermutlich wird ein Gewöhnungseffekt eintreten, und weil dem Supermarkt seine Alleinstellung nach dem Rückzug von Edeka erhalten bleibt, wird man eher die Vorteile als Nachteile sehen. Und von Holzhäusern und auch Pyrmontern ist oft zu hören, das ihnen der Markt fehle. Und Edeka? Die bleiben mit ihrem Discounter „Penny“ in Holzhausen vertreten.



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