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Immer wieder machen sich Unbekannte im Schulzentrum an Rädern zu schaffen

Ganz schön gefährlich

Bad Pyrmont. Was ist los am Schulzentrum? Immer wieder kommt es dort zu Vandalismus, wie bei der jüngsten Sitzung des Jugendparlaments erneut deutlich wurde. „Vor allem in dem Fahrradunterstand in der Nähe der Mensa kommen die meisten Beschädigungen vor“, berichtete Nicolas Hofmann als Mitglied des Jugendparlaments. Und Lara Lücke wusste zu ergänzen: „Es werden Bremsseile durchgekniffen, Leuchten zertreten oder gar Reifen zerschnitten. Sogar Schnellspanner an den Rädern werden gelockert, und das wird dann bei einer Fahrt ganz schön gefährlich.“ Dummejungenstreiche sind das nicht.

veröffentlicht am 26.11.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Aufmerksam hörten Klaus-Hermann Frede, Kontaktbeamter der Pyrmonter Polizei, und sein Kollege Ralf Kleinschmidt, einer der Schulpaten, den Schilderungen der Jugendlichen zu. Sie waren als Fachleute vom JuPa-Vorsitzenden Justus Haase speziell zu diesem Tagesordnungspunkt eingeladen worden. Doch mit einer schnellen Patentlösung konnten die Polizeibeamten nicht aufwarten. Eine Videoüberwachung scheide auf Nachfrage beim Datenschutzbeauftragten aus, wie beide berichteten. Und eine ständige polizeiliche Kontrolle der betroffenen Bereiche sei auch nicht zu gewährleisten, bedauerten sie.

Allerdings brachten die Diskussion und das Abwägen verschiedener Vorschläge schlussendlich doch Ergebnisse. So wollen die Schulpaten der Polizei öfter in die Klassen gehen und Schüler wie auch Lehrer für diese Vorfälle sensibilisieren. Dabei soll es nicht nur darum gehen, auf die Gefahr solcher Sachbeschädigungen hinzuweisen, sondern auch Aufmerksamkeit und Zivilcourage der Beobachter zu fördern. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Beschädigungen unbeobachtet blieben. Hier ist es wichtig, Vorfälle den Vertrauenslehrern, den Jugendparlamentsmitgliedern oder auch der Polizei mitzuteilen. Das ist kein Petzen, sondern notwendig, um den oder die Täter zu stoppen“, betonte Kleinschmidt.

Das Verhalten zu ändern, werde Zeit benötigen, war man sich in der Runde einig. Da aber der Handlungsdruck derzeit recht groß ist, einigte man sich darauf, die Anwesenheit der Lehrer in den Pausen auch in den Bereichen von Fahrradstellplätzen anzuregen. Außerdem sollte der Abstellplatz unter der ehemaligen Orientierungsstufe wieder nutzbar gemacht werden, um die Überbelegung an der Mensa zu entzerren.

Eine weitere Entwicklungschance für mehr Eigenverantwortlichkeit und Gemeinsamkeitsgefühl aber scheint in dem Vorschlag von Marvin Kullick zu stecken. Marvin gehört als Vertreter des Stadtschülerrates der Max-Born-Realschule an. Er sei sich sicher, stellte er fest, dass Trennendes im Schulzentrum Beschädigungen und sozialschädliches Verhalten fördert. Er schlug darum vor, ein entsprechendes Regelwerk am Schulzentrum zu überarbeiten und mehr gemeinschaftliches Miteinander zu ermöglichen. „Gemeinsame Pausenbereiche, Sitzecken und sportliche Betätigungen bis hin zu schulübergreifenden Seminaren mit Schülern wären durchaus geeignet, Verständnis untereinander und Aufmerksamkeit füreinander zu entwickeln“, glaubt er.

Diese Form der Inklusion als Miteinander im Schulzentrum einmal anders gedacht, wurde von den beiden JuPa-Patinnen Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) und Leonie Glahn-Ejikeme (Die Grünen) ausdrücklich anerkannt und gelobt.

Nahe der Mensa werden immer wieder Fahrräder beschädigt. Wenn dabei auch Bremsseile durchgeschnitten werden, wie Schüler berichten, dann wird es gefährlich.Ti



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