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Sieben Kandidaten, sieben Sieger: Aber nur 92 Wähler entscheiden über Integrationsrat

Für ein buntes Bad Pyrmont

veröffentlicht am 13.09.2016 um 13:36 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:50 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Wahlberichtigten können mittlerweile nur noch mühsam davon überzeugt werden, dass es sinnvoll ist, sich an der Wahl zu beteiligen. Lange vorbei sind die Zeiten, als fast 20 Prozent der Migranten sich daran beteiligen, wie zum Auftakt 1996. Immerhin vertritt der Integrationsrat die Belange der Migranten gegenüber der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, arbeitet in den Ausschüssen der Stadt mit und erarbeitet Verbesserungsvorschläge und setzt sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Deutschen und Migranten ein. 91 Nationalitäten sind in der Kurstadt vertreten. Trotzdem haben gerade einmal 92 der 1632 Wahlberechtigten ihre insgesamt 272 Stimmen abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 5,6 Prozent. Vor fünf Jahren betrug sie 3,3 Prozent. Das macht bescheiden. „Es ist erfreulich, dass wir eine leichte Steigerung haben“, so Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Und auch, dass es diesmal sieben Kandidaten und nicht nur drei wie bei der vorletzten Wahl gab, bewertet er positiv. Auf Vorschlag der SPD hatte die Stadt das Wahlverfahren für die Bewerber vereinfacht. Vor fünf Jahren benötigten sie noch 20 Unterstützerunterschriften, diesmal reichte es aus, wenn sie sich schriftlich zu Kandidatur bereit erklärten. So gab es also sieben Wahlsieger.

Mit sieben Kandidaten gab es am Sonntag genau so viele Bewerber, wie der Integrationsrat Sitze hat. Gewählt wurde die aus der Ukraine stammende Iryna Sheinberg (Jahrgang 1947), die in der jüdischen Gemeinde Bad Pyrmonts und im Arbeitskreis 27. Januar aktiv ist. Sie war bislang Beisitzerin und verbuchte mit 79 Stimmen das beste Wahlergebnis. Auch die Portugiesin Marisa Franco da Costa e Costa (Jahrgang 1962), die in der Verwaltung der Max-Born-Realschule arbeitet, war bislang Beisitzerin. Sie sammelte 77 Stimmen ein. Neu dabei sind der aus Lettland stammende Rentner Janis Gross (Jahrgang 1951, 22 Stimmen), der auch im aktuellen Beirat der Stadt für Menschen mit Behinderungen Mitglied ist, Aygün Mustafa (Jahrgang 1973, 13 Stimmen), Vorsitzender des Türkischen Kulturzentrums Bad Pyrmont, der türkischstämmige Geschäftsmann Kuzey Eksi (Jahrgang 1962, 36 Stimmen) sowie die griechischstämmige Arzthelferin Rula von Wysiecki (Jahrgang 1969, 35 Stimmen). Mit dem Iraker Amar Al-Senaid (Jahrgang 1991, 10 Stimmen) ist auch ein Flüchtling, der seit einem dreiviertel Jahr in Bad Pyrmont lebt, im Integrationsrat vertreten.



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