weather-image

In Bad Pyrmont DVB-T2 erst 2018

Für Eile gibt es keinen Grund

BAD PYRMONT. Am 29. März dieses Jahres wird das digitale Antennenfernsehen auf die neue Übertragungstechnik DVB-T2 HD umgestellt. Wer dann nicht in die Röhre gucken will, muss sich rechtzeitig um die passende Empfangstechnik kümmern. Pyrmonter Fernsehzuschauer können sich aber ein Jahr mehr Zeit lassen.

veröffentlicht am 02.02.2017 um 15:53 Uhr
aktualisiert am 02.02.2017 um 16:58 Uhr

Am 29. März 2017 wird das Signal von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. In Bad Pyrmont noch nicht. Foto: dpa
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die alten DVB-T-Sendeanlagen für das Antennenfernsehen in Bad Pyrmont werden erst im Frühjahr 2018 abgeschaltet, das ist laut dem zuständigen Projektbüro der aktuelle Stand der Planung. Zunächst sind die Großstädte und Ballungsgebiete Deutschlands an der Reihe.

Zu überlegen gibt es bis dahin Einiges. Will ich mir gleich einen neuen Fernseher leisten, der die neue Technik empfangen kann oder reicht mir ein neuer Empfänger für den alten Fernseher? Will ich nur die öffentlich-rechtlichen Sender wie Das Erste und ZDF oder auch private Sender wie RTL oder Sat.1 empfangen? (siehe rechts „Bessere Bilder“).

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät dazu, sich nicht zur Eile drängen zu lassen. Anlass sind Briefe von Vodafon Kabel Deutschland, „DVB-T-Abschaltung erfordert Umstellung auf moderne TV-Versorgung“, heißt es in Briefen, die in rosafarbenen Umschlägen stecken und an einen Behördenbrief erinnern. Dahinter steckt natürlich die Absicht, einen Kabelanschluss zu verkaufen. „Schließen Sie nicht unter Zeitdruck einen (teuren) TV-Vertrag ab, und lassen Sie sich nicht von Schreiben der Anbieter verunsichern“, raten die Verbraucherschützer in Hannover, wo die Briefe zurzeit verstärkt verschickt werden.

Die Fernsehantenne hat trotz Konkurrenz mit Kabel, Internet und Satellit (die nicht von der Umstellung betroffen sind) nicht ausgedient. 16 Prozent aller Fernsehzuschauer nutzten im vergangenen Jahr einen DVB-T-Empfänger für digitales Fernsehen, denn im Jahr 2009 wurde der analoge Sendebetrieb eingestellt. Der Nachfolger DVB-T2 HD ist ein vergleichbar günstiger Empfangsweg und technisch auf einem aktuelleren Stand als viele andere Empfangswege.

Information

Bessere Bilder

DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“ zu Deutsch etwa Digitales, terrestrisches Fernsehen. Die Nachfolgetechnik DVB-T2 HD ermöglicht deutlich bessere, hochauflösende Bilder (HD = High Definition). Nachteil ist, dass die meisten DVB-T-Nutzer neue Empfangsgeräte brauchen und die Privatsender ihre Programme nur noch verschlüsselt und kostenpflichtig für 69 Euro jährlich übertragen. Dieses Programmpaket wird unter dem Namen „Freenet TV“ verschlüsselt. Dafür ist ein Decoder-Modul erforderlich. Die Öffentlich-rechtlichen senden weiter unverschlüsselt. Kompatible Geräte sind an einem grünen Logo erkennbar.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt