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Friedensbeauftragter des evangelischen Kirchenkreises Paderborn

Für den Weg der Gewaltfreiheit

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde. Pastor Dr. Markus Hentschel (53) ist Friedensbeauftragter des evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Er wird diese Aufgabe neben seiner Tätigkeit als Schulreferent des Kirchenkreises wahrnehmen. 2013 bis 2014 absolvierte Dr. Hentschel eine Fortbildung zum „Referenten für Friedensbildung an Schulen“, die erstmalig von der westfälischen, rheinischen und lippischen Landeskirche angeboten wurde. „Es gibt im kirchlichen Bereich viele, die sich um Friedensfragen kümmern, aber die Aufgabe stand in der letzten Zeit nicht im Zentrum kirchlicher Arbeit“, erklärt Hentschel.

veröffentlicht am 16.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

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In seiner Funktion als Friedensbeauftragter des evangelischen Kirchenkreises Paderborn möchte Hentschel in mehreren Bereichen tätig werden. Er wird Informationen aus dem Bereich der Friedensarbeit, die für Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises nützlich sind, auswählen und weitergeben. Er möchte außerdem für eine gewaltfreie Form der Friedensarbeit werben.

Wichtig ist ihm auch die Zusammenarbeit mit weiteren Beauftragten des Kirchenkreises. „Wir können das Thema Frieden nicht isoliert sehen. Konflikte haben die Konsequenz, dass Millionen von Menschen flüchten. Deshalb gehört die Vernetzung mit Bereichen wie dem interreligiösen Dialog und der Flüchtlingsarbeit auch zur Friedensarbeit“, betont Hentschel.

Und schließlich möchte er zur Beschäftigung mit dem Thema Frieden anregen, zum Beispiel im Rahmen der Konfirmandenarbeit und der Erwachsenenbildung in den Kirchengemeinden sowie Material anbieten für Friedensgebete und Predigten.

„Ich bin Dr. Hentschel dankbar, dass er sich bereiterklärt hat, diese Aufgabe im Kirchenkreis zu übernehmen. Bei der Friedenserziehung geht es nicht nur darum, Konflikte zu lösen, sondern sie möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Die Sensibilisierung für den Umgang miteinander muss deshalb in unseren alltäglichen Beziehungen beginnen. Von diesem Ausgangspunkt aus kann auch das politische Bewusstsein geschärft werden“, sagt Superintendentin Anke Schröder.

Seit dem Auslandseinsatz der Bundeswehr 1999 im Kosovo sei eine Veränderung eingetreten. Die Selbstverständlichkeit des Satzes „Nie wieder Krieg“ habe sich aufgelöst.

Die Bereitschaft der Öffentlichkeit, dass Deutschland bei Konflikten in der Welt mehr Verantwortung übernehmen müsse, sei gewachsen. „Man hört Verantwortung und denkt an Waffen. Diese Koppelung möchte ich als Christ nicht hinnehmen“, erklärt Hentschel. Für ihn sei es eine Herausforderung in der Friedensarbeit, dass diejenigen, die Frieden als einen Prozess verstehen, in dem die angewandten Mittel selbst friedlich sind, heute in der Minderheit sind. Die Befürworter von Waffenlieferungen und Militäreinsätzen hätten zurzeit ein höheres Ansehen als die, die den schwierigeren Weg der Gewaltfreiheit gehen würden. Aber gewaltfrei sein, heiße nicht, nichts zu tun.



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