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Endgültig Aus für Kfz-Außenstelle

Für Bad Pyrmont bleibt nichts übrig

BAD PYRMONT. Die Außenstelle des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Hameln-Pyrmont im Pyrmonter Rathaus ist endgültig Geschichte. Die Stadtverwaltung hat jetzt angesichts der vom Kreis genannten Kosten von einer Übernahme von Adressenänderungen und die Außerbetriebnahme von Fahrzeuge abgeraten.

veröffentlicht am 15.05.2018 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 15.05.2018 um 14:50 Uhr

Wer damit zu tun bekommt, muss nach Hameln fahren. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Das ist weder wirtschaftlich noch sinnvoll“, stellte die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Jösten fest. Sie hatte gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Blome im Kreishaus auf Bitten der Politik noch einmal Gespräch darüber geführt, ob und welche Dienstleistungen weiterhin in Bad Pyrmont angeboten werden könnten, nachdem der Kreis zum 31. Dezember 2017 sein wöchentliches Angebot eingestellt hatte. Übrig blieben Adressenänderungen bei Wohnortwechseln innerhalb des Landkreises und die Außerbetriebnahme von Fahrzeuge. Letzteres werde laut Kreis aber nur auf geringe Nachfrage stoßen, weil das in der Regel erledigt werde, wenn ein neues Fahrzeug zugelassen werde.

Die Rechnung, die der Landkreis den Pyrmontern aufmachte, hat es in sich. Notwendig wäre ein Nadeldrucker zum Preis von 1300 Euro und ein Scanner zum Preis von 600 Euro. Und damit noch nicht genug: Dazu kämen monatliche Wartungskosten in Höhe von 270 Euro. Dazu kommen einmalige Kosten für den Zugang zum Zulassungsprogramm sowie Updatekosten in nicht bezifferter Höhe. Die Beschaffung von Adressaufklebern von 4 Cent pro Stück seien dabei zu vernachlässigen, so Jösten. Erledigt werden müssten die Arbeiten von Mitarbeitern der Stadt Bad Pyrmont, die dafür vom Landkreis – immerhin kostenlos – geschult werden. Unter dem Strich bleiben die Kosten im Wesentlichen bei der Stadt Bad Pyrmont hängen, während sie auf Einnahmen verzichten muss, denn die zu erwartenden Gebühren in Höhe von jährlich 1498 Euro müsste sie laut Jösten vollständig den Landkreis abführen.

Der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Verkehr teilte die Meinung Jöstens, dass sich das nicht rechnen würde. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Nacke übte aber erneut Kritik am Landkreis, der damit keine Kundenfreundlichkeit beweise. „Das wäre eine Win-win-Situation für den Landkreis und die Pyrmonter gewesen, die sich damit die Fahrt nach Hameln hätten sparen können. Aber das ist nicht gewollt.“ Die Antwort des Kreises auf die Anfrage aus Bad Pyrmont nannte Nacke „relativ frech.“

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