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Stadt will Ausbildung finanziell fördern

Führerscheine für „bodenständige“ Feuerwehrleute

Bad Pyrmont (uk). Man stelle sich vor: Es brennt, aber die Drehleiter der Pyrmonter Feuerwehr kommt nicht zum Einsatz, weil sie keinen Fahrer hat. Keine Sorge, soweit ist es noch nicht, doch der Feuerwehr könnten auf lange Sicht die Fahrer mit dem erforderlichen Führerschein ausgehen, wenn nicht etwas geschieht.

veröffentlicht am 10.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 09:41 Uhr

Für die Drehleiter der Pyrmonter Ortswehr ist ein Lastwagenführe
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Für die leichteren Fahrzeuge gibt es mittlerweile spezielle Feuerwehrführerscheine, für die nur eine verringerte praktische Ausbildung notwendig ist. Doch für das schwere Gerät, das mehr als 7,5 Tonnen auf die Waage bringt, gibt es keine spezielle Regelung. In den Gerätehäusern von Bad Pyrmont und Baarsen stehen insgesamt vier dieser Fahrzeuge, in zwei Jahren soll in Hagen ein weiteres dazukommen. Deren Fahrer benötigen den regulären Lastwagenführerschein – und der kostet mindestens 2500 Euro – wenn nicht gar bis zu 3500 Euro. „Kameraden, die diesen Führerschein ausschließlich für Feuerwehrzwecke benötigen, sind nicht bereit, dass nur aus eigenen Mitteln zu finanzieren“, berichtet Stadtbrandmeister Jürgen Bitterling.

Bislang hat nicht zuletzt die Bundeswehr für Fahrernachwuchs gesorgt. Doch die Wehrdienstzeit wird immer kürzer, die Möglichkeit, dort eine Fahrerlaubnis zu erwerben, immer kleiner. „Wer den Führerschein nicht beruflich braucht, der macht ihn nicht“, so Pyrmonts Ortsbrandmeister Hermann Bente. „Und wenn das so ist, dann ist der Betreffende vielleicht als Fernfahrer unterwegs und unter der Woche nicht da.“

Das ist der Punkt: „Wir müssen uns nicht über die Zeit nach 18 Uhr unterhalten, da haben wir keine Probleme“, so Bitterling, der gleichzeitig aber beruhigt. „Wir haben das tagsüber geregelt.“ Von den gegenwärtig 13 Fahrern der Ortswehr Bad Pyrmont, die den notwendigen Führerschein für die drei schweren Fahrzeuge besitzen, arbeiten laut Stadt zehn außerhalb beziehungsweise im Schichtdienst und sind somit für Tageseinsätze nur sehr eingeschränkt erreichbar. In Baarsen dürfen 14 Feuerwehrleute hinter das Lenkrad des „HLF“, zwölf davon sind tagsüber nicht immer einsetzbar.

Von einem „Problemchen, dass zum Problem werden könnte, wenn wir nichts tun“, spricht Hermann Bente. Die Lösung sieht so aus: Die Stadt will sich auf Antrag des Stadtkommandos an den Kosten der Führerscheinausbildung beteiligen und stellt erstmals für das kommende Jahr eine Summe in Höhe von 6000 Euro zur Verfügung. Das hat jedenfalls der Feuerschutzausschuss einstimmig empfohlen. „Für das Geld wollen wir so viele Führerscheinausbildungen wie möglich machen lassen“, versicherte Bitterling jetzt den Politikern. Denen ist daran gelegen, dass die Feuerwehr in erster Linie Feuerwehrleute auswählt, die dann auch für einen Tageseinsatz zur Verfügung stehen. „Wir haben drei interessierte Kandidaten, auf die das zutrifft und von denen zu erwarten ist, dass sie in Bad Pyrmont bleiben“, so Ortsbrandmeister Bente. Und auch Bitterling sagte zu, „bodenständige“ Kameraden auszuwählen. Für die Ausbildung wird der Ausschuss noch Förderrichtlinien aufstellen.

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