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Bauernmarkt lockte Kunden an

Frisches Brot und lustige Sprüche

BAD PYRMONT. Jede Bauernregel hätte versagt beim diesjährigen Bauernmarkt der Werbegemeinschaft. Wind und Sturm trieben den Händlern am trüben und lauwarmen Samstag die Kunden förmlich zu den Ständen, sodass selbst die aufkommende Sonne am Sonntag bei vielen nicht in der Lage war, das gute Samstagsgeschäft zu toppen.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 30.10.2017 um 15:46 Uhr

Die Brunnenstraße wurde für zwei Tage zum Wochenmarkt und mehr. Die Kunden schlenderten nicht nur, sondern kauften auch. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Und das, obwohl am verkaufsoffenen Sonntag die Brunnenstraße aus den Nähten zu platzen drohte und viele Einzelhändler einen erfolgreichen Nachmittag hatten. Vielleicht half dabei auch der Platzregen, der das kunterbunte Treiben auf der Brunnenstraße jäh unterbrach. Wie leergespritzt zeigte sich die Fußgängerzone – aber nur kurz. Die Sonne kam bald wieder und tauchte den Markt in einen goldigen Schein.

Der Bauernmarkt – traditionell der Markt, auf dem die Bauern alles aus frischer Ernte anbieten – lockte die Gäste an die Obst-, Gemüse- und vor allem Wurststände. Mathilde Renner kommt regelmäßig, um die französische Salami von Bianca Blaser zu kaufen. „Die schmeckt großartig.“

Der Anzahl der Händler nach zu urteilen muss auch die Sockenernte ausgezeichnet ausgefallen sein. Von selbst gestrickten über bündchenfreie bis zu Thermosocken gab es alles, was Fuß und Bein kleidet. Und auch an die Toilettenpapierrollen auf der Hutablage wurde gedacht. Dekomaterial für die Adventszeit, Vogelhäuschen und Lederwaren, das Angebot war breit und hatte auch einige verblüffende Erkenntnisse zu bieten: „Ich verkaufe auf jedem Markt noch eine Handvoll Teppichklopfer“, versicherte Andreas Bronder. Dabei dachte man doch, die haben ausgedient. Ob sie in direkter Konkurrenz zu den Produkten des Vorwerk-Händlers stehen, konnte Bronder nicht mit Sicherheit sagen. Holzarbeiten gab es bei Matthias Rychlik, der sogar eine Drechselbank betrieb, sodass die Kunden ihm dabei zusehen konnten, wie er seine feinen Arbeiten herstellte.

Bianca Blaser und Anja Meier-Bogusz hatten französische Salamisorten im Angebot. Foto: yt
  • Foto: yt
Feinarbeit: Matthias Rychlik an seiner Drechselbank. Foto: yt
  • Feinarbeit: Matthias Rychlik an seiner Drechselbank. Foto: yt

Es gab also viel zu bestaunen und dann beim Imbiss mit Zufallsbekanntschaften oder Freunden zu besprechen. „Darum geht es doch hier“, befand Hartmut Hakenbeck, der mit seinem Bäckereistand gar nicht mehr von Bad Pyrmonts Märkten wegzudenken ist: „Es gibt doch wirklich keinen triftigen Grund, am Sonntag auf dem Bauernmarkt ein Brot zu kaufen“, meinte er. Aber es mache Spaß, sich hier ein bisschen zu unterhalten, seine lustigen Sprüche anzuhören und auf dem Markt einfach den Tag zu genießen.

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