weather-image
21°

Ursula Körtner fordert entsprechende Untersuchung und kündigt Antrag der CDU an

Freienwalder Brücke doch bald befahrbar?

Bad Pyrmont. Kommt durch das vom Landkreis Hameln-Pyrmont geforderte zusätzliche Gutachten zur Bad Freienwalder Brücke, das klären soll, ob das marode Bauwerk nicht doch zu erhalten ist (wir berichteten), neue Bewegung in die Frage der Weiternutzung? Ursula Körtner hat jetzt namens der Christdemokraten gefordert, dass im Zuge dieser Untersuchung auch geklärt werden soll, ob nicht zumindest eine provisorische Nutzung gewährleistet werden könne und die Stadt mit der entsprechenden Prüfung beauftragt. „Wenn das Gutachten aussagt, die Brücke ist sanierungsfähig, wäre das der Worst Case. Denn dann wäre sie begeh- und befahrbar, und wir haben sie seit zwei Jahren gesperrt“, sagte die ehemalige Landespolitikerin vor dem Bau- und Umweltausschuss.

veröffentlicht am 16.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 23:21 Uhr

270_008_6855385_pn100_1601.jpg
Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

Autor

Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wenn das im Zuge des neuerlichen Gutachtens durch den Landkreis ermittelt werden soll, könnte das die Neutralität des Gutachtens in Zweifel ziehen“, meldete Uwe Schrader Bedenken an. Körtner teilt die Sicht des Sozialdemokraten. „Das muss geklärt werden. Ansonsten gilt es, Maßnahmen zu ergreifen“, erklärte die stellvertretende CDU-Fraktionschefin. Ihren Aussagen zufolge sei die Schätzung, dass ein Neubau der Brücke 2016 fertiggestellt werde, bereits überholt. „Jetzt wird von 2017 gesprochen, zumal Einwände zu Klagen führen können und dann das Planfeststellungsverfahren nicht weiter geführt werden kann“, meinte Körtner, die deshalb davon ausgeht, dass in der Kurstadt das Jahr 2018 geschrieben wird, ehe ein neues Bauwerk wieder funktionstüchtig ist. „Für die Pyrmonter Infrastruktur ist das unzumutbar und auch die Verhältnismäßigkeit ist längst nicht mehr gegeben. Die Stadt muss jetzt reagieren, sie kann den Zustand nicht einfach länger so hinnehmen“, sagte die CDU-Politikerin, die von der Verwaltung auch die Frage geklärt wissen will, was sich hinter dem vom Landkreis geforderten Gutachten verbirgt, „zumal sich ein Gutachter das Bauwerk nur ansehen und dann anhand der bestehenden Unterlagen urteilen“ solle, ob die Brücke noch funktionsfähig sei oder nicht.

„Für die Stadt ist sehr schwer zu erklären, warum es ein zweites Gutachten geben soll“, antwortete Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. Einmal mehr betonte die Sozialdemokratin: „Die Brücke ist einsturzgefährdet, weil sie nicht mehr standsicher ist.“ Die Rathaus-Chefin vermutet deshalb, dass es sich um ein formales Gutachten handele. In Richtung Körtner sagte sie: „Die Frage müssen Sie an den Landkreis richten; der ist Herr des Verfahrens. Wir können auch nur mutmaßen.“

Körtner aber gibt sich hartnäckig. Sie will bis zur nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses geklärt wissen, ob über das Gutachten durch den Landkreis auch die Frage nach einer provisorischen Nutzung geklärt werden kann, ohne die Neutralität zu gefährden. Andernfalls müsse die Stadt diese Frage klären, forderte sie. „Ob ein solches Gutachten, das auf bestehenden Unterlagen fußt, vor Gericht als unabhängig gilt, wage ich zwar nicht zu bezweifeln, sollte aber auf jeden Fall vorher geklärt werden, denn sonst wird wieder unnütz Bürger-Geld verschleudert“, erklärte Körtner gestern auf Anfrage. Um die Möglichkeit einer provisorischen Nutzung zu klären, wolle die CDU ansonsten einen entsprechenden Antrag in den Rat einbringen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?