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ALF hält Einrichtung am Laufen

Freibad Lügde wird 50 Jahre jung

LÜGDE. 3000 Besucher an Wochenenden, davon kann man heutzutage im Lügder Freibad nur träumen. Das Schmuckstück feiert in einer Woche 50-Jähriges, und da kann man von Glück reden. Gäbe es nämlich nicht den ALF, den rührigen „Aktionskreis Lügder Freibad“, würde das Bad schon 20 Jahre vor sich hin modern.

veröffentlicht am 14.08.2017 um 14:21 Uhr
aktualisiert am 14.08.2017 um 15:50 Uhr

Bernd Krüger engagiert sich seit zwanzig Jahren für den ALF. Foto: ar
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Rudi Rudolph Reporter
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Dabei war die Initiative des damaligen Bürgermeisters Hermann Spieß zu seinem Bau durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen, und es entstand eine Freizeitanlage, die für die Verhältnisse Ende der 60er Jahre durchaus modern war. Das Wasser wurde auf sagenhafte 22 Grad erwärmt, das des Nichtschwimmerbeckens wurde alle sechs Stunden entkeimt und das des Schwimmerbeckens alle zehn Stunden. Die eingesetzte Technik und die Ausstattung der Umkleidekabinen entsprachen dem damaligen Standard.

Bei der feierlichen Eröffnung des Bades gab es einen 108 Meter langen Parkplatz, nur mussten die Ständersteine für 200 Fahrräder noch gesetzt werden. Das Freibad war also ein echter Gewinn für die Osterräderstadt, sodass Hermann Spieß vor lauter Begeisterung bei seiner Eröffnung gleich in voller Montur ins Wasser sprang und sich zum Gaudi der Zuschauer genüsslich an der Oberfläche treiben ließ. Doch die Kosten liefen der Osterräderstadt davon. Alleine für die Heizung des Wassers mussten für die fünfmonatige Saison rund 8000 bis 9000 D-Mark ausgegeben werden, dazu kam auch noch die Pflege der Grünanlagen und die Kosten für den damals 25-jährigen Schwimmmeister Siegfried Laabs. So erwog die Stadt schließlich , das Freibad Ende der Neunziger Jahre zu schließen, doch das ließen sich die Lügder nicht so einfach gefallen. Sie gründeten 1997 kurzerhand den „Aktionskreis Lügder Freibad“, der sich heute immer noch als ein Erfolgsmodell bezeichnen kann.

„Viele Arbeiten, die normalerweise die Stadt zu erledigen gehabt hätte, übernahmen ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, um das familiäre und gemütliche Freibad zu erhalten, und sie sparten der Stadt damit enorm Kosten ein,“ erzählt Bernd Krüger. Seit dem Jahr 2001 ist er Vorsitzender vom ALF und folgte damit der Gündungsvorsitzenden Lisanne Blome nach. Er sorgt dafür, dass von den zirka 400 Mitgliedern ein harter Kern von etwa 30 bei den notwendigen Arbeiten mitwirkt. So müssen die riesigen Rasenflächen gemäht, die Hecken geschnitten und das gesamt Bad zur Saison vorbereitet werden.

Bürgermeister Hermann Spieß nimmt bei der Freibaderöffnung ein freiwilliges Bad. Foto: ar

Ständig gibt es etwas zu reparieren, denn für eine Grundsanierung ist derzeit kein Geld vorhanden. Doch die sanitären Anlagen und auch die Umkleideräume wurden erneuert, und wo man mit eigenen technischen Mitteln nicht weiterkommt, hilft auch der Bauhof.

Zwanzig Jahre engagiert sich Bernd Krüger in seiner Freizeit für das Lügder Freibad, und zwanzig Jahre betreibt seine Ehefrau Bärbel die hauseigene Kantine. Von Süßigkeiten über Getränke bis hin zu kleinen Snacks ist da alles zu haben, „doch nach 20 Jahren ist es auch mal genug,“ sagen die Krügers.

Wie auch ein Aushang vor dem Bad mitteilt, soll die Bewirtschaftung in andere Hände übergehen, und auch Bernd Krüger wird sich auf die Suche nach einem Nachfolger im Vorsitz des ALF machen. Jedenfalls ist sowohl das Freibad als auch der „Aktionskreis Lügder Freibad“ so gut aufgestellt, dass man noch für viele Jahre auf ein Weiterbestehen hoffen darf.



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