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Neue Führung des Naturheilvereins Bad Pyrmont will sich erst einmal sortieren

Fragezeichen hinter den Naturheiltagen

BAD PYRMONT. Als der Pyrmonter Naturheilverein vor vielen Jahren die ersten Naturheiltage veranstaltet, war das ein riesiger Erfolg. Sogar die damalige niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn war dabei. Doch die Zeiten haben sich geändert, zuletzt fand die Veranstaltung in kleinerem Rahmen statt. Mit dem Wechsel in der Führung des Vereins ist es sogar fraglich geworden, ob die Naturheiltage im kommenden Jahr stattfinden.

veröffentlicht am 18.04.2019 um 14:50 Uhr

T. Fußgänger
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Nach 25 Jahren hat der langjährige Vorsitzende Theo Fußgänger jetzt die Führung der Gemeinschaft an Ute Frey-Draksler abgegeben, und die wollte bei diesem Anlass nicht versprechen, dass die Reihe 2020 fortgesetzt wird. „Wir müssen uns erst einmal sortieren“, stellte sie fest. Bislang fanden die Naturheiltage alle zwei Jahre statt. Frey-Draksler gehörte zu den Initiatoren der ersten Naturheiltage.

Fußgänger glaubt, dass das Interesse an dem Thema Naturheilkunde immer noch groß ist. „Die ersten Naturheiltage fanden zu einer Zeit statt, als das Internet noch keine Rolle spielte“, gab er zu bedenken. „Wer sich für ein Thema interessierte, war auf das mediale Angebot, Bücher und eben Vorträge und Messen, wie wir sie boten angewiesen.“ Deshalb sei der Umkehrschluss nicht zulässig, dass der Rückgang des Besuchs der Naturheiltage bedeute, dass das Interesse der Menschen geringer sei. „70 Prozent der Menschen wünschen sich eine ganzheitliche Medizin“, zitierte er eine Statistik.

Zu seinem Ausscheiden nach 25 Jahren zog er ein klares Resümee: „Mit zunehmenden technischen Möglichkeiten erkennt die Wissenschaft immer stärker die Wirksamkeit der Naturheilkunde. Und die Menschen wünschen sich ein harmonisches Zusammenspiel von Schulmedizin und Komplementärmedizin“, sagte er und wies drauf hin, dass heute auch in ganz klassischen schulmedizinisch ausgerichteten Kliniken Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Ergänzung angewandt werden.

„Heute sind die Menschen stärker abhängig von Geräten wie Computer und Smartphon und viel verkopfter als zu den Anfangszeiten des Naturheilvereins“, betonte Frey-Draksler. Die Menschen seien aber informierter und bereit Verantwortung zu übernehmen für ihre Gesundheit, und das sei eine gute Basis.



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