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Gleichstellungsbeauftragte eröffnet Ausstellung / Berichte aus von Männern geprägten Berufen

Fotos starker Frauen jetzt im Rathaus zu sehen

Bad Pyrmont (Hei). Sie stehen uneingeschränkt ihre Frau in eigentlich typischen Männerberufen: die Bäckermeisterin, die Fachkraft in einem Fahrbetrieb oder die Natur-Hufpflegerin für Pferde.

veröffentlicht am 21.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:21 Uhr

…Caro Liebner und…
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Mitglieder des Bad Pyrmonter Frauentisches haben den Berufsalltag dieser Frauen mit der Kamera eingefangen, und die Gleichstellungsbeauftragte Elke Schmidt hat das Ergebnis zu einer Fotoausstellung zusammengestellt, die im Rathaus-Foyer gezeigt wird.

Bei der Eröffnung begrüßte Elke Schmidt auch „einige Herren“ unter den Gästen sowie Bürgermeisterin Elke Christina Roeder, die feststellte, dass auch ihr Amt keine ausschließlich männliche Domäne mehr sei: „Immerhin gibt es schon drei Bürgermeisterinnen und eine Oberbürgermeisterin im Kreis Hameln-Pyrmont.“

Frauen berichten über positive Erfahrungen

In vielen von Frauen eroberten Branchen werde allerdings immer noch ungleich bezahlt, und dass sich dieses ändere, sei die Voraussetzung für einen fairen Umgang miteinander. Die Entscheidung der Frauen für einen „Männerberuf“ sei auch für andere weibliche Wesen mutmachend, betonte Roeder, mit deren Job sich ebenfalls eine Fotoserie in der Ausstellung beschäftigt.

…Katharina Klocke. Fotos: Hei
  • …Katharina Klocke. Fotos: Hei
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Da der Jury die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, habe sie sich für zwei erste Preise entschieden, betonte Schmidt und überreichte Marita Kalmbach-Ließ, die eine Bäckermeisterin porträtiert hatte, und Evelyn Marie Seidel, die eine Fachkraft in einem Fahrbetrieb vorstellte, als gleichwertige Siegerinnen je ein Geschenk. Auf den dritten Platz kam Martina Schmidt mit einer Fotoserie über die Arbeit einer Natur-Hufpflegerin. Ihr Preisgeld hatten die Gewinnerinnen schon vorher bekommen.

Von überwiegend positiven Erfahrungen in einer noch immer von Männern geprägten Berufsbranche berichteten Katharina Klocke, die im Tischlerhandwerk ausgebildet wird, Christina Ibsch, die in einer Auto-Werkstatt arbeitet, und Caro Liebner, deren Arbeit als Natur-Hufpflegerin für Pferde in der Ausstellung porträtiert wird.

Rektor Hartwig Henke und Lehrerin Doris Heine stellten das Projekt Berufs-Orientierungsunterricht an der Herderschule vor und hatten als „Anschauungs-Objekt“ die Achtklässlerin Ina mitgebracht. Sie bewies mit ihrem kenntnisreichen Bericht, dass technische Tätigkeiten für Schülerinnen keine „böhmischen Dörfer“ sein müssen.

Die Siegerinnen (von links): Beate Diers, Marita Kalmbach-Ließ und

Evelyn-Marie Seidel mit ihren Fotomodellen…

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