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Thema für Verkehrskommission

Forstausschuss vertagt Sperrung des Jägerwegs

BAD PYRMONT. Der Forstausschuss hat seine Entscheidung über eine Sperrung des Jägerwegs und eines Teils der Oesbergstraße für den Fahrzeugverkehr vertagt. Zuvor soll sich die Verkehrskommission der Behörden mit der Gesamtsituation befassen.

veröffentlicht am 29.11.2017 um 12:25 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 17:20 Uhr

Der Jägerweg ist schmal und müsste nach Auffassung der Forstverwaltung verbreitert werden. Ein Ausbau der 500 Meter langen Strecke kostet 150000 Euro, so Forstamtsleiter Uwe Schenkemeyer. Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Forstverwaltung verweist darauf, dass der Jägerweg ein reiner Forstwirtschaftsweg ist und sie im gegenwärtigen Zustand die Verantwortung für die Verkehrssicherungspflicht nicht mehr übernehmen könne. Der Ortsrat Löwensen hatte sich zuvor geschlossen gegen eine Sperrung ausgesprochen (wir berichteten).

Fortsamtsleiter Uwe Schenkemeyer bemühte sich nach Kräften, die Ausschussmitgliedern von der Notwendigkeit einer Sperrung zu überzeugen. „Die Verkehrssicherungspflicht stellt sich heute ganz anders dar, als bei der Herstellung des Weges“, betont er. Einen für den öffentlichen Straßenverkehr dringend notwendigen Ausbau der 500 Meter langen Strecke samt Leitpfosten und Beleuchtung bezifferte er auf rund 150 000 Euro. Der Jägerweg entspreche zurzeit nur dem Zustand eines normalen Forstwirtschaftsweges und nichts anderes sei die Straße. „Allgemeinen Straßenverkehr können und wollen wir unter den gegebenen Zuständen dort nicht mehr zulassen.“ Schenkemeyers Vorschlag „zur Güte“: Der Weg werde gesperrt, für Versorgungsfahrzeuge und große Fahrzeuge werde es Ausnahmegenehmigungen geben.

Im Ausschuss stieß das Vorhaben der Forstverwaltung dennoch auf einhellige Ablehnung. „Sie vertreten die Interessen der Forst, ich die Interessen der Bürger“, sagte Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) an den Forstamtsleiter gerichtet. „Der Begegnungsverkehr am Luisenstein ist sehr schwierig“, wies sie auf eine Konsequenz hin, die durch eine Sperrung des Jägerweges entstehen würde. „An dem Weg ist Jahrzehnte nichts gemacht worden“, hielt Rudi Leinhart (CDU) der Forstverwaltung vor und vermutete gar ein „Gewohnheitsrecht“ derjenigen, die den Weg benutzen. „Dieses Recht sollte man den Bürger nicht nehmen.“ Für einen Forstwirtschaftsweg gebe es keine Verpflichtung, ihn herzurichten, konterte Revierförster Philipp Klapper.

Auf Vorschlag von Patzig-Bunzel entschied sich die Runde dafür, den Entscheidung zu vertagen und die Situation von der Verkehrskommission der Behörden untersuchen zu lassen. „Wir schieben gerne, aber wir bleiben bei unserer Auffassung“, so Schenkemeyer.



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