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Verabredung zum spontanen Treffen in Bad Pyrmont / Schatzsuche mit GPS

„Flashmob“ stößt am Hylligen Born an

„Sterntaler“ (rechts) setzt die Nummern der Schätze, die die Frau in der Hand hält, sofort ins Internet.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 12:21 Uhr

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Bad Pyrmont (yt). Zum Schauplatz eines „Flashmobs“ wurde Bad Pyrmont am vergangenen Wochenende. Rund 40 Menschen versammelten sich plötzlich vor dem Hylligen Born, um sich gegenseitig mit Wasser zuzuprosten.

Diese Art des plötzlichen Menschenauflaufs aus dem Nichts wurde im Jahr 2003 zunächst in den USA und dann auch in Europa sehr populär, schlief dann kurz ein und wurde im vergangenen Jahr wiederbelebt. Es ist eine Art Blind Date, zu dem sich eine virtuelle Gemeinschaft im Internet oder via Handy verabredet, um scheinbar spontan eine Aktion publikumswirksam durchzuführen – so prosteten sich die Teilnehmer in Pyrmont gegenseitig zu.

Das Paradoxe daran war, dass es Geocacher waren: eine ebenfalls virtuelle Gemeinschaft, die aber üblicherweise das Licht der Öffentlichkeit scheut. „Ein Geocacher wirkt im Verborgenen“, erklärt Jan Mundhenk, der zu dieser modernen Spielart des Schatzsuchers gehört. Die Schätze müssen versteckt und von anderen gesucht werden. Geocaching ist eine Art Schnitzeljagd – nur eben ohne Schnitzel. „GPS-Koordinaten weisen den Weg zu einem Versteck, an dem ein Geocacher ein Ding mit einer Nummer versteckt hat“, dabei zeigt David Harley seinen GPS-Empfänger, auf dem er seinen Standpunkt auf zehn Meter genau ablesen kann.

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Die Koordinaten werden im Internet veröffentlicht, vielleicht noch mit ein paar Tipps. Daraufhin machen sich die Schatzsucher auf die Suche nach dem Ding, das in einem witterungsgeschützten Behältnis gelagert ist. Aber nicht, um es zu behalten, sondern um es in der nächsten Schatztruhe wieder zu verstecken. Ein Schatz wird gegen einen anderen ausgetauscht, die Koordinaten werden im Internet veröffentlicht und so kann jeder einsehen, wie die Schätze über den Globus wandern. „In 220 Ländern sind derzeit rund 760 000 Schätze versteckt“, weiß Harley, der selbst schon einige hundert dieser Schätze von Schatztruhe zu Schatztruhe gebracht hat.

Die Schatzsucher bleiben dabei im Internet anonym und verbergen sich hinter originellen Pseudonymen wie „Sterntaler“. Nur zu besonderen Anlässen wie dem Flashmob in Bad Pyrmont verlassen sie ihre Existenz im Verborgenen und treffen sich zum Gedanken- und Erlebnisaustausch.



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