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Mitmach-Aktionen und Vorführungen waren ein Stück gelebte Inklusion

Fest der Vielfalt sprach alle Sinne an

Bad Pyrmont. Auch wenn Marlons Augen im Moment verbunden sind, ist deutlich zu erkennen, dass er über das ganze Gesicht strahlt: „Das schmeckt nach Gummibärchen“. Bingo! Was die freundliche Mitarbeiterin der Diakonie Himmelsthür dem Vierjährigen zum Probieren in den Mund steckt, hat er ungesehen richtig erraten, denn es trifft absolut seinen Geschmack. Nun bekommt er einen Pluspunkt auf seiner „Sinneskarte“ und darf sich später an einem großen Bild, einem Mandala, beteiligen.

veröffentlicht am 31.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Gut schmecken, riechen, fühlen, sehen und hören: Diese fünf Sinne sollten durch kleine Tests geprüft werden beim großen Fest der Vielfalt, das am Samstag unter dem Motto „Sinneswahrnehmungen“ viele Familien in die Mensa und auf das umgebende Gelände zog. Dass es gar nicht so einfach ist, in einem knorrigen Baum ein „Gesicht“ zu erkennen oder aus duftgetränkten Tüchern eine Zwiebel oder Pfefferminze zu erschnüffeln, stellten vor allem die Kinder fest, die sich an der Sinnes-Rallye beteiligten. Auf diese Weise gab es nicht nur Information, sondern auch viel Kommunikation zwischen den Besuchern und den Ehrenamtlichen an den Ständen der Institutionen.

Aktivität, Fantasie und Bewegungsfreude in jeder Beziehung waren gefragt bei diesem bunten Fest. Es war, wie es sich die Stadt und zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen das vorgenommen hatten, ein Stück gelebte Inklusion. Jeder konnte sich einbringen mit seinen Fähigkeiten, ob es nun die anmutigen Tänzerinnen aus der Ballettklasse der Musikschule mit ihrer märchenhaften Vorführung waren, die kleinen Zumba-Fans aus dem Ganztagsbereich der Grundschule Holzhausen oder die Tanzgruppe der Einrichtung Kunterbunt und die Mitglieder der Line Dance-Gruppe aus dem Haus Pyrmont (Diakonie Himmelsthür): Alle fanden ein aufmerksames Publikum.

Bewegungsfreude spielte eine große Rolle im Programm, auch beim Workshop „Kreativer Tanz“, der unter Anleitung der Ballett-Lehrerin Patricia Struffolino von der Musikschule Kinder und auch einige Eltern bei gemeinsamer Aktivität vereinte. Bewunderung erregte die Akrobatikgruppe des MTV mit ihren artistischen Menschen-Pyramiden, und selbst der dreijährige Jofre machte als Jüngster der Truppe mutig alle Kunststücke mit. Die Kleinsten aus der Streicherklasse und die Trommelgruppe der Grundschule Holzhausen zeigten mit viel Eifer ihre Musikbegeisterung. Einige erwachsene Besucher ließen sich beim Workshop „Sing mit mir“ von Musiklehrerin Beatrice Cirkel zum Mitmachen animieren.

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  • Marlon beim Geschmackstest.

Es war ein sonniger Nachmittag für alle Generationen. „Da gehe ich morgen wieder hin“, erklärte der vierjährige Leon. Doch seine Mama musste ihm dann klar machen, dass er da wohl warten muss bis zum nächsten Jahr.

Mit einem

Trommelwirbel begrüßten Schüler der Grundschule Holzhausen die Besucher vor der Mensa zum „Fest der Vielfalt“. Hei(3)

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