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„Bist du oben, woll’n sie, dass du fällst“

Fero47 reflektiert Höhenflug - und legt nach mit neuen Singles

BAD PYRMONT. Das Debütalbum von Fero47 liegt zwar schon gut anderthalb Jahre zurück. Dafür veröffentlicht der Pyrmonter weiterhin Singles, die wie gehabt auffallend hohe Streaming-Zahlen erzielen. Für seinen neuesten Song „Sonnenuntergang“ ist Fero47 einen Deal mit einer bekannten Kartoffelchips-Marke eingegangen.

veröffentlicht am 18.08.2021 um 06:00 Uhr

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Reporter zur Autorenseite

Beim gelegentlichen Blick in die Instagram-Storys von Ferhat Tuncel alias Fero47 kann einem schon mal schwindelig werden. Der 23-Jährige kommt viel rum in der Welt. Schweiz, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate … Der Pyrmonter ist ständig auf Achse. Sein Zuhause befinde sich aber nach wie vor in seiner Heimatstadt. „Bad Pyrmont ist immer noch mein Hauptwohnsitz, auch wenn ich leider nur selten dort sein kann, da ich ständig unterwegs bin“, sagt er gegenüber dieser Zeitung.

„Meine Heimat hält mich auf dem Boden“

Auf die Frage, wie das ständige Reisen seinen Blick auf Bad Pyrmont und die Welt verändert habe, antwortet er: „Mit dem Erfolg muss man früh erwachsen, reif werden. Umso mehr ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu werden, wo man herkommt. Die Welt ist zwar groß und voller Möglichkeiten, aber meine Heimat hält mich auf dem Boden.“

Mit seinem Ende 2019 erschienenen Debütalbum zeigt sich Fero zufrieden. „Die Resonanz auf das erste Album war sehr gut“, sagt er. „Seitdem konnte ich einige verschiedene Stile ausprobieren und sehen, was die Fans feiern.“ Nun wolle er sich „an die Arbeit machen, um den Fans den nächsten Ohrwurm zu liefern“.

Plötzlicher Rückzug aus dem Rampenlicht

Völlig reibungslos schien es in der Zwischenzeit dann aber auch nicht gelaufen zu sein. In der zweiten Hälfte letzten Jahres hatte sich Fero plötzlich aus dem Rampenlicht zurückgezogen, deaktivierte seinen aktuell knapp 920 000 Follower zählenden Instagram-Account. Zu der Frage dieser Zeitung, was es mit diesem Rückzug auf sich hatte, möchte sich Fero nicht äußern. Ein Erklärungsansatz findet sich vielleicht in dem Lied, mit dem sich Fero Anfang des Jahres wieder zurückmeldete und in dem er die Schattenseiten seines seit über zwei Jahren anhaltenden Höhenflugs thematisiert. „Jeder hört dir plötzlich zu, aber keiner versteht, was ich sage / Seit zwei Jahr’n flieg‘ ich um die Welt / Lern‘ so viele Menschen kenn’, außer mich selbst / Erst wollen sie, dass du hoch fliegst / Doch bist du da oben, woll’n sie, dass du fällst / Seit 2018, bin nur unterwegs / War in Tausend Hotels, doch zu Hause gefehlt / Den Teufel mit eigenen Augen gesehen / Hör‘ die Stimme von Mama beim Trauergebet“, rappt er in „Resümee“. Und weiter: „Irgendwann wurd‘ es zu viel, und ich hab mir ’ne Pause gegeben / Doch ich bin wieder zurück, ging paar Schritte zurück, nur um Anlauf zu nehmen.“ Auf die Worte folgten Taten, weitere Single-Veröffentlichungen folgten.

Mit „Sonnenuntergang“ liefert Fero laut Pressetext nun einen Song „mit ultimativem Sommer-Feeling“, eine „Mischung aus Gute-Laune-Beat und Lovesong-Lyrics“. Die Streams scheinen diesen Worten recht zu geben. Auf Youtube verzeichnet das Video, in dem für die Kartoffelchips-Marke „Pringles“ geworben wird, elf Tage nach seiner Veröffentlichung knapp 139 000 Aufrufe, Spotify weist inzwischen rund eine 1,6 Millionen Streams für das Lied aus. Ergeben habe sich die Kooperation mit der Chipsmarke durch eine Anfrage von Pringles, so Fero.

In den Youtube-Kommentaren zu „Sonnenuntergang“ wird indes öfter die Forderung nach dem „alten Fero“ laut. Wie geht er damit um? „Seit meinen ersten Veröffentlichungen habe ich meine Bandbreite erweitert und auch mit den neuen Songs Fans dazugewonnen“, antwortet er. „Jetzt gilt es, für jeden etwas zu liefern, daher kommen gegen Ende des Jahres auch wieder Songs, die meine Day-One-Fans eher dem ,alten Fero‘ zuordnen würden.“

„Ein Pyrmonter bleibt stur“

Ob ein zweites Album in der Mache sei, gelte es noch abzuwarten. Für die Zukunft kündigt Fero aber schon mal „eine Bandbreite an verschiedenen Sounds und Stilen“ an. Stilistisch passe er sich „dem Zeitgeist“ an und bringe „überall den Fero-Vibe mit rein“, sagt er.

„Ein Pyrmonter bleibt stur“, hat Fero 2019 in einem Lied über seine Heimatstadt gerappt. Nun will der Pyrmonter offenbar seine Flexibilität unter Beweis stellen.



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