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Ensemble „Ivushka“ zaubert das alte Russland auf die Bühne des Konzerthauses

Faszination in bunten Gewändern

Bad Pyrmont. Ein wahrhaft prachtvolles musikalisches und tänzerisches Feuerwerk zündete das Ensemble „Ivushka“ mit der gleichnamigen Revue am zweiten Weihnachtstag im proppenvollen Pyrmonter Konzerthaus. Das Staatsbad hatte sogar zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt, sodass mehr als 600 Schau- und Hörlustige Platz fanden. Im Publikum waren auch zahlreiche russischsprachige Besucher vertreten.

veröffentlicht am 28.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Seit 40 Jahren bereits touren die „charmantesten Botschafter Russlands“, wie sie genannt werden, durch die Welt, und versetzen ihr Publikum zurück in das russische Reich zur Zarenzeit während der Regentschaft Peters des Großen. Klar, dass dabei nur die bunten, opulenten Seiten dieser Epoche gezeigt werden, und dass die Klischees mit fantastisch detailreichen und bunten Kostümen vor einer heimeligen Winterlandschaft kräftig bedient werden.

Aber die Brillanz des kleinen achtköpfigen Orchesters mit traditioneller Instrumentierung, die hohe Klasse besonders der Tänzer und die abwechslungsreiche Choreografie sowie die Spiel-, Sanges- und Bewegungsfreude aller Protagonisten sind absolut gegenwärtig und brauchen den Vergleich mit der amerikanischen Showszene nicht zu scheuen. Da wechseln schwermütige mit klarem Chorgesang und wenig Bewegung interpretierte Lieder mit rasanten Instrumentalstücken, da schweben Tänzerinnen federleicht über die Bühne und wirbeln Tänzer mit Hockschritten und Spagatsprüngen herum. Abwechslung für Auge und Ohr ist garantiert.

Die knappe Moderation weist nur kurz auf die Herkunft mancher Beiträge hin, wenn etwa ein kriegerischer Tanz aus Kasachstan oder ein chorischer Wechselgesang aus dem Kaukasus präsentiert werden. Die etwa 40 Künstlerinnen und Künstler sind offensichtlich mit großem Engagement bei der Sache, und bei dem rasanten Tempo müssen zudem von Szene zu Szene die Kostümwechsel geleistet werden, denn fast jede Szene findet in neuen Gewändern statt, die farbenprächtig und aufwendig geschneidert sind und auch die Bewunderung des „Pyrmonter Zaren“ Wolfgang Bretz und der Chefin des Fürstentreffs, Heidi Bretz, finden.

Das Orchester besteht offensichtlich ausschließlich aus Spitzenvirtuosen ihres Faches: die Balalaika, die Hirtenflöte oder die beiden Knopfakkordeons werden in Höchstgeschwindigkeit gestochen präzise und doch mit großer „russischer Seele“ bedient. Doch zwei Instrumente fallen besonders auf. Etwas im Hintergrund die Gusli, eine Brettzither – im slawischen Raum eines der ältesten Saitenzupfinstrumente – und die Domra. Dieses am russischen Hof sehr beliebte mandolinenähnlich viersaitige Instrument verleiht dem Abend mit dem Tremolospiel seiner Solistin den charakteristischen Klang.

Die überlieferten Lieder und Tänze, der stakkatoartige Rhythmus und die Artistik der Tänzer bei der Prisjodka, dem Wechselsprung aus der Hocke mit gestrecktem und angewinkeltem Bein, oder auch die ostslawische Chorowod-Kunstform aus Reigen und Chorgesang lassen das Publikum begeistert mitklatschen.

Als Höhepunkt der Darbietung erscheinen aus dem Zuschauerraum heraus schließlich „Väterchen Frost“ und seine Enkelin Snegurotschka, eine Schönheit aus Eis und Schnee, bevor alle Mitwirkenden sich im großen Finale nochmals gemeinsam auf der Bühne einfinden.



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