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Aber Renate und Klaus-Richard Jürgens sind mittlerweile begeisterte Pyrmonter geworden

Fast ein Jahr auf Wohnungssuche

Bad Pyrmont. Eine schwindende Einwohnerzahl hat der letzte Zensus für Bad Pyrmont ergeben. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Weiterhin zieht es Menschen in diese Stadt, nicht nur kurzzeitig als Tourist, Kurgast oder Wellness- und Entspannungssucher, sondern dauerhaft als Neubürger. Was ließ sie gerade Bad Pyrmont als neuen Wohnort auswählen? Welche Gründe veranlassten sie zu einem Umzug, was hat ihnen beim Ankommen geholfen und was würden sie sich darüber hinaus an ihrem neuen Heimatort wünschen? In einer Serie gehen die Pyrmonter Nachrichten diesen Fragen nach. Heute: Renate und Klaus-Richard Jürgens.

veröffentlicht am 05.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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„Habt ihr eine tolle Aussicht! Und diese Ruhe!“ Ein Kommentar, den das Ehepaar Jürgens von seinem Besuch des Öfteren hört. „Wenn uns Freunde aus unserer Heimatstadt Essen besuchen, sind sie immer ganz begeistert“, klärt Renate Jürgens auf, vor allem wenn sie den Tag vom Balkon aus genießen können. Und ihren Besuchern kann man nur recht geben. Das Ehepaar hat am Rande des Pyrmonter Ortsteils Holzhausen eine sehr schöne Wohnung gefunden. „Fast ein Jahr haben wir mit einem Makler gesucht, bis wir schon fast aufgeben wollten. Sie glauben gar nicht, was man zum Teil an freiem Wohnraum angeboten bekam. Wir waren regelrecht erschüttert. Mehr als 40 Wohnungen besichtigten wir sicherlich, und immer zwei Stunden Fahrt von Essen hierher“, setzt er fort. Dann endlich war es im Mai des letzten Jahres so weit. Und nun? „Wir haben es nicht einen Moment bereut“, resümieren beide unisono.

Beide stammen aus dem Ruhrgebiet und waren auf Bad Pyrmont gestoßen, da sie in den letzten Jahren nahezu monatlich die Familie ihres Sohnes mit seinen Kindern besuchten. Den hat es nach Elbrinxen verschlagen, und wenn man sich in dem Ort aufhalte, dann böten sich automatisch Abstecher in die Umgebung an. „Bad Pyrmont hat uns da am besten gefallen und deshalb sind wir auch oft hierhergefahren“, sagt Herr Jürgens. „ Als ich nun beruflich ausschied und wir eigentlich immer vorhatten, näher an dem Wohnort unserer Enkelkinder zu wohnen, gingen wir halt in Bad Pyrmont auf Wohnungssuche.“

Und von den umliegenden Städten hätte Bad Pyrmont auch in ihrem Bekanntenkreis einen guten Ruf gehabt. Alles in allem fiel die Entscheidung leicht, zumal ihnen bereits aufgefallen sei, welch umfangreiches Kulturangebot diese Stadt zu bieten hat. „Ich würde meinen, keine andere Stadt dieser Größe verfügt über ein solch vielfältiges Angebot“, würdigt Herr Jürgens mit Vergleich zum Ruhrpott.

Da beide von ihrem Typ her für sich in Anspruch nehmen, kontaktfreudig zu sein und auf andere zugehen zu können, fürchten sie nicht, in ihrer neuen Heimat zu vereinsamen. Sowohl mit ihrer Nachbarschaft unternähmen sie gemeinsame Aktivitäten, wie auch Herr Jürgens inzwischen seine Vorliebe zum Golfen auf der Hagener Höhe aufgenommen hat. Auch zu der Vorsitzenden des Seniorenbeirates Annegret Webel bestehe inzwischen Kontakt und es zeichne sich seine zukünftige Mitwirkung in dem Gremium ab. „Wir hatten sogar eine Annonce geschaltet, so nach dem Motto: Zugezogenes älteres Ehepaar aus Essen sucht neuen Freundes- oder Bekanntenkreis. Erst tat sich gar nichts und dann meldete sich ein einzelnes Paar aus Holzhausen. Und was soll ich sagen. Es war wie ein Sechser im Lotto. Wir verstehen uns super, spielen regelmäßig Canasta zusammen und über sie erfahren wir eine Menge Interna aus Holzhausen und Bad Pyrmont. Auf diese Art kann man auch eine Stadt kennenlernen“, lacht Herr Jürgens.

Dass sich Herr Jürgens wohl zukünftig als Neubürger mehr in gesellschaftliche Belange einmischen wird, kann er sich recht gut vorstellen. So hat er auch bereits einen Antrittsbesuch bei seiner jetzigen Bürgermeisterin unternommen. „Ich wollte sie mal kennenlernen“, ergänzt er seine Erzählung. „Und in dem Besuch habe ich auch angeregt, Neubürger in dieser Stadt ebenso willkommen zu heißen, wie es andere Städte auch schon handhaben. Wir beispielsweise hätten uns allein schon über einen Brief mit einem Willkommensgruß gefreut.“ Vielleicht bleibe seine Anregung nicht ungehört, es müsse ja keine Riesenparty geben, fügt er augenzwinkernd hinzu.



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