weather-image
22°
Bisher steht nur der Platzbedarf fest

Fast 6000 Quadratmeter für Pyrmonts Feuerwehren?

BAD PYRMONT. Seit Jahren steht es im Raum – das gemeinsame Haus für die beiden Freiwilligen Feuerwehren Bad Pyrmont und Holzhausen. Nur, wo das eine Gebäude dann wirklich stehen soll, ist noch längst nicht klar.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 21:58 Uhr

Dieser von der kplan AG präsentierte Plan zeigt die vier möglichen Standorte für das geplante große Feuerwehrhaus. Die infrage kommenden Fflächen sind rot markiert. In spätestens acht Wochen soll es weitere Informationen zum Thema geben. Grafik: kpla
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Eine Sanierung an den vorhandenen Standorten würde wohl noch teuer, als ein gemeinsames Gebäude hochzuziehen – und verböte sich überdies aus Platzgründen, denn beide jetzt genutzten Gerätehäuser platzen aus allen Nähten.

Umso gespannter waren Politiker und Besucher am Dienstagabend im Bauausschuss. Da gab eine Vertreterin des von der Stadt mit der Standortuntersuchung beauftragten Planungsbüros „kplan AG“ (Niederlassung Siegen) den Zwischenstand bekannt.

Demnach braucht der künftige gemeinsame Standort der Feuerwehren viel Platz: 5800 Quadratmeter stellte die „kplan“-Mitarbeiterin in den Raum, zu bebauen mit einem 1900 Quadratmeter großen Gebäude. Knapp ein Drittel dieser Fläche würden für elf Feuerwehrfahrzeuge reserviert. Hinzu kämen Umkleiden samt 105 Spinden, getrennte Toiletten und Duschen für Feuerwehrmänner und -frauen, Bereitschafts-, Erste-Hilfe- Unterrichts- und Gruppenräume für beide Wehren (und auch für den Feuerwehrnachwuchs), eine Küche, Büros, Lagerhalle, Werkstatt, Kleiderkammer und diverse Technikräume. Auf dem Außengelände sollen sich neben dem üblichen Stauraum vor den Hallen vor allem auch Parkplätze für die Einsatzkräfte sowie ein Übungshof finden.

Die Basis für den Raumplan hatte das Unternehmen laut Baudezernent Matthäus Schmidt über Monate hinweg gemeinsam mit den beiden Feuerwehren und der Stadtverwaltung ermittelt. So manche dieser Notwendigkeiten und deren Ausmaße orientieren sich an DIN-Normen.

Die ganz große Frage aber ist noch immer offen: Welcher der vier bisher ins Auge gefassten Standorte erscheint am geeignetsten? Die bislang für Parkplätze und eine Grünanlage genutzte Fläche zwischen den Stadtwerken und der Sporthalle an der Südstraße? Der bei Großevents stets vollbelegte Parkplatz hinter dem Mercedes-Autohaus Welger, in direkter Nachbarschaft zum Reisemobilhafen und dem Tierpark? Der von den Wehren favorisierte Parkplatz vor dem Gondelteich, der an heißen Sommertagen voll ist von Autos der Freibadbesucher? Oder die großzügige Grünfläche des Staatsbades im Bereich der Anzio-Allee im Dreieck zwischen Südstraße und Schlossstraße, wo sich mancher gern einen Hotelneubau sähe?

Dass nun nur die Standort-Auswahl gelistet wurde, enttäuschte zum Beispiel Uwe Schrader (SPD). „Ich hatte erwartet, dass uns zumindest eine Prioritätenliste vorgestellt würde“, sagte er. Und auch Stefanie Plaul (WIR) war ungeduldig: „Wie sieht der Zeitplan aus? Wann kommt die nächste Präsentation?“

Schon auf das Raumbuch hatten die Politiker lange gewartet. Es liegt seit Mitte Mai im Rathaus vor, war aber vor der Sommerpause nicht mehr öffentlich vorgestellt worden. Baudezernent Schmidt hatte Mitte Juni in Aussicht gestellt, dass über die Standorte „noch vor der Sommerpause“ diskutiert werde. Am Dienstag stellte er nun in Aussicht: „In vier bis acht Wochen könnten wir vielleicht über die Standorte reden.“ Erst gebe es noch internen Abstimmungsbedarf. „Halbgare Geschichten zu präsentieren, macht keinen Sinn“, so Schmidt.

Weil an drei der vier zur Auswahl stehenden Standorte Parkplätze verloren gehen würden, wenn das Feuerwehrhaus käme, rief Stefanie Plaul erneut den Antrag der Mehrheits-„Gruppe 17“ in Erinnerung, die Möglichkeiten für den Bau eines Parkhauses am Waisenhof abzuklopfen.

Auf die Frage von Ute Michel (Grüne), ob die Fahrzeughalle auch künftig möglicherweise größere Tanklöschfahrzeuge fassen könne und Spinde sowie Umkleiden flexibel geteilte werden könnten, falls die Anzahl der Feuerwehrfrauen irgendwann steige, gab die kplan-Mitarbeiterin Entwarnung: Die rund 56 Quadratmeter Stellfläche pro Fahrzeug reichten selbst für große Wagen aus. Und die Umkleiden ließen sich flexibel gestalten. Zu Katrin Drinkuths (CDU) Frage nach der Anzahl der Parkplätze für die Feuerwehrleute erklärte die Referentin, dass bei großen Einsätzen auf der Übungshof zum Parken genutzt werden könne, wenn die regulären 50 Stellplätze nicht reichten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare