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Märchenhaft, rasant und akrobatisch – das Ensemble „Ivushka“

Farbenprächtige Weihnachtsrevue im Konzerthaus

BAD PYRMONT. Es war ein Spektakel erster Güte: Rasante zwei Stunden bot das Ensemble „Ivushka“ am Mittwochnachmittag im vollbesetzten Konzerthaus. Die russische Weihnachtsrevue ist jedes Jahr in Bad Pyrmont zu Gast, und jedes Mal begeistert sie das Publikum und bringt es zu Begeisterungsstürmen.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 20:10 Uhr

Einen temperamentvollen Auftritt bot das „Ensemble“ mit seiner eindrucksvollen Weihnachtsrevue im Pyrmonter Konzerthaus. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Gleich zu Beginn gingen die Zuhörer mit, klatschten im Rhythmus und bejubelten die Tänzerinnen und Tänzer, die sich in ausgesprochen guter Form zeigten. Hier waren Profis am Werk, denen man trotz aller Tourneestrapazen die Freude an ihrem Programm anmerkte.

Schwung und Pep kennzeichneten die Show, immer wieder befeuert durch das siebenköpfige Orchester, das mit herausragenden Solisten besetzt war, unter denen besonders Russlan Khasijev an der Quer- und Hirtenflöte sowie Alexej Konev am Knopfakkordeon durch virtuoses Spiel auffielen. Doch man müsste eigentlich jeden nennen, der an der fulminanten Aufführung beteiligt war.

Im ersten Teil der kurzweilgen Revue kreist die Handlung um eine russische Hochzeit in ihrem Ablauf von der Abholung der Braut, der Trennung von ihrer Familie und der anschließenden Heirat. Bunte Kostüme, höchst aufwendig gefertigt, unterstrichen das gelungene Lokalkolorit der Truppe aus Tambov, einer Stadt südwestlich von Moskau gelegen. Dazu gibt es, sozusagen hinter dem Ensemble, eine eigene Schneiderei, in der dafür gesorgt wurde, dass die Akteure bei ihren Auftritten auf über 300 Trachten und Kostüme zurückgreifen können. Und da wird gewechselt, was das Zeug hält.

Glänzend aufgelegte Akteure ließen die Weihnachtsrevue zu einem besonderen Erlebnis werden. Foto: rr
  • Glänzend aufgelegte Akteure ließen die Weihnachtsrevue zu einem besonderen Erlebnis werden. Foto: rr
Väterchen Frost wird von seiner Enkelin Snegurotschka begleitet. Foto: rr
  • Väterchen Frost wird von seiner Enkelin Snegurotschka begleitet. Foto: rr

Ist eine Szene abgeschlossen, kommen für die nächste schon Künstler in einem neuen Outfit auf die Bühne. Da wechselt der Eindruck rasch von Rot zu Weiß, von Grün zu Schwarz, und immer verbunden mit einem quirligen Entrée und – das gilt vor allem für die männlichen Tänzer – mit enormer Körperbeherrschung und Artistik verbunden. Da stechen Nikolai Kolmykov und Valerij Tolstun hervor, doch auch alle weiteren Tänzer beherrschen die mit großer Präzision vollführten Hockschritte und Spagatsprünge, den Prisjodka, den Wechselsprung aus der Hocke mit gestrecktem und angewinkeltem Bein, und geben dazu Einlagen mit dem Springseil. In manchen Partien ergänzen sie sogar den Chor, der mit bestens geschulten Stimmen schwermütige Lieder mit klarem Chorgesang wechseln lässt. Da sind die Bewegungen sanft und gleitend, da kommt ein großes Stimmvolumen herüber, was gut zur „Russischen Weihnacht“ passt, die im zweiten Programmteil thematisiert wird.

Väterchen Frost mit seiner Enkelin Snegurotschka hat natürlich seinen Auftritt, ebenso die traditionelle Troika, hier allerdings von Tänzerinnen dargestellt und nicht von den eigentlich benötigten Pferden. Rasanz von Anfang bis zum Ende, doch dann wurde es plötzlich still im Bad Pyrmonter Konzerthaus. Bewegungslos stand der Chor für das große Finale auf der Bühne und hauchte ein „Stille Nacht, heilige Nacht“ in den Saal. Mit diesem berührenden Schluss wurde das Publikum entlassen und nahm die Ergriffenheit noch auf seinen Heimweg mit.



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