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Kurstadt und vier andere deutsche Orte sollen nicht mehr zu den „Great Spas of Europe“ zählen

Fällt Bad Pyrmont Streichkonzert zum Opfer?

Die Chancen, dass Bad Pyrmont zu den Kurorten zählen wird, die sich als „Great Spas of Europe“ gemeinsam um die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe bewerben, sind „nicht besser geworden“, sagt Bürgermeister Klaus Blome. Ihm liegt eine Auswahl-Liste mit nur noch 7 statt 15 Orten vor. Bad Pyrmont fehlt darauf. (jl)

veröffentlicht am 18.02.2016 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Bad Pyrmont. „The Grand Spas of Central Europe – a History of Intrigues, Politics, Art an Healing“– so heißt ein 2015 erschienenes Buch des britischen Autors David Clay Large. Und es scheint ganz so, als beschriebe der Untertitel „Eine Geschichte von Intrigen, Politik, Kunst und Heilungen“ auch das Handeln einiger Beteiligter im Vorfeld der Bewerbung europäischer Kurorte als „Great Spas of Europe“ um die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe. Denn offensichtlich steht es um die Solidarität in dem internationalen Zweckbündnis nicht zum Besten: Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome erhielt neulich eine Liste mit den voraussichtlich im Bewerbungsverfahren übrigbleibenden Kandidaten. Statt 16 stehen nur noch die Namen von 7 Orten darauf. Bad Pyrmont fehlt – ebenso wie fast alle übrigen deutschen Aspiranten. Aus der Bundesrepublik ist nur noch Baden-Baden dabei.

Die Namen der Kurorte in Tschechien – das Land managt die Sammel-Bewerbung – stehen indes alle noch auf dem Zettel. Ebenso das britische Bath. Von dort stammt der Brite Paul Simon, der der Internationalen Abstimmungsgruppe (International Steering Group – ISG) der Bewerbungsinitiative als Sekretär vorsteht. Dass es Bestrebungen gibt, die Bewerberzahl zusammenzustreichen, ist schon länger bekannt. Aber dass es Bad Pyrmont treffen würde, hat die hier Involvierten dann doch geschockt. „Es gibt aber noch keine Entscheidung“, sagt Bürgermeister Blome. Er schätzt jedoch, die Chancen seien „nicht besser geworden“.

Hinnehmen wollen er und die anderen deutschen Kurorte das aber nicht – auch wegen der fehlenden Transparenz der Kriterien. Am vergangenen Freitag reiste Blome nach Frankfurt zu einem eigens einberufenen Treffen der deutschen Kurorte. Dort beriet man eine gemeinsame Reaktion und Strategie gegen den Rauswurf, der offenbar auf ein internes Treffen in Prag zurückgeht.

Die jüngste Entwicklung machte Blome nicht von sich aus öffentlich. Nach einer interfraktionellen Sitzung der heimischen Politiker gelangte die schlechte Nachricht jedoch nach außen. Der Verwaltungschef möchte nun keine Spekulationen über die Ursachen und Beweggründe für die Dezimierung anstellen. Vielmehr wollen er und die anderen deutschen Spa-Bürgermeister nun Antworten auf „ganz viele Fragen, die noch offen sind“, wie Klaus Blome sagt.jl



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