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Experimente in der Dunsthöhle könnten auch der Raumfahrt helfen

Bad Pyrmont. Es ist ein spannender Überlebenskampf, den Botaniker im Gassee der Dunsthöhle beobachten. Die Wissenschaftler haben dort Pflanzen ausgesetzt, um Erkenntnisse zu gewinnen, die vielleicht auch die NASA interessieren. Von Hans-Ulrich Kilian

veröffentlicht am 05.07.2012 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 23:41 Uhr

Ein Mitarbeiter von Prof. Pfanz schöpft Kohlendioxid in einen Behälter, in dem dann Pflanzen zur Untersuchung transportiert werden.
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Prof. Dr. Hardy Pfanz , Biologe und Fachbereichsleiter für angewandte Botanik an der Universität Duisburg-Essen, und sein vierköpfiges Team haben ihre wissenschaftliche Ausrüstung für gut eine Woche in der Dunsthöhle aufgebaut, um das Verhalten von Organismen in einem Gassee zu erforschen. Für Menschen und Tiere wäre ein längerer Aufenthalt in der extremen CO“-Konzentration tödlich. Kurdirektor Hans-Hermann Blome hat sofort zugesagt, als ihn die Anfrage des Wissenschaftlers erreichte. Er erhofft sich von den Ergebnissen der Experimente weitere Aufschlüsse über die Behandlung von chronischen Wunden und Durchblutungsstörungen mit dem Kohlendioxid, für die das Staatsbad eine Pilotstudie auf den Weg gebracht hat.

Der Gassee in der Dunsthöhle ist für die Forscher deswegen besonders interessant, weil die CO2-Konzentration homogen und stabil ist.  Es handelt sich im Wesentlichen um Grundlagenforschung, mit der sich aber auch ein konkreter Nutzen verbindet. „Die NASA liest unsere Veröffentlichungen, weil sie an Pflanzen interessier ist, die möglicherweise in einer lebensfeindlichen Umgebung auf dem Mars angesiedelt werden können“, sagt Pfanz.

Kurdirektor
  • Kurdirektor Hans-Hermann Blome (li.) lässt sich von Prof. Dr. Hardy Pfanz die Experimente in der Dunsthöhle erklären. In den blauen Eimern werden Pflanzen einer extremen CO2-Konzentration ausgesetzt. Foto: uk


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