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Schillerstraße: Es dauert es noch

Expansionspläne zentrumsrelevant oder nicht?

BAD PYRMONT. Passt es zu den Zielen der Stadtentwicklung, wenn nicht nur Rewe, sondern auch Edeka an der Schillerstraße expandieren wollen? Noch dazu in der kurzen Distanz von 140 Metern, die zu Fuß in wenigen Minuten zu schaffen sind?

veröffentlicht am 26.04.2017 um 22:33 Uhr

Die Nahversorgung an der Schillerstraße zu gewährleisten zählt zu den erklärten Zielen der Stadtentwicklung. Aber passt die von gleich zwei Unternehmen geplante Expansion noch dazu? Foto: uk
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Der eine hat am angestammten Areal zusätzlichen Platzbedarf angemeldet, der andere plant ausgehend von dem seit vier Jahren leerstehenden Gebäude des früheren „Nah & gut“-Marktes ein Stück weiter die Straße hinunter. Endgültig geklärt ist diese Frage noch längst nicht. „In beiden Fällen sind Bauleitplanverfahren notwendig“, erklärte Bad Pyrmonts Baudezernent Matthäus Schmidt am Mittwoch auf Anfrage. Zur möglichen Dauer der Verfahren sagte er, vorläufig geschätzt: Wir müssen ein Dreivierteljahr bis ein Jahr rechnen, ab heute.“

Aus Sicht der Stadt und gemäß dem 2015 fertiggestellten Pyrmonter Einzelhandelskonzept gelte die Schillerstraße als zentraler Versorgungsbereich. Schmidt: „Dort können sich Einzelhändler mit nicht zentrumsrelevanten Sortimenten niederlassen.“ Für die Schillerstraße sei es demnach gut, wenn beide Standorte entwickelt würden, gemäß der im Konzept empfohlenen Stärkung dieses Bereichs.

Ein anderes in dem Papier festgeschriebenes Ziel ist aber auch der Schutz der Innenstadt. Die entscheidende Frage könnte deshalb sein: Vertragen sich die mit der Vergrößerung von Rewe beziehungsweise der Wiederkehr von Edeka einhergehenden künftige Sortimente hier mit den in der Brunnenstraße und drumherum bestehenden oder dorthin gewünschten Angeboten? „Das ist ein Punkt, der im Verfahren noch ausgearbeitet werden muss“, so Schmidt weiter. „Die Auswirkungen müssen geprüft werden.“ Das geschehe mit Blick auf die „Pyrmonter Sortimentsliste“ und durch Gutachten im Zuge der Bauleitplanverfahren. Die gebe die Stadt in Auftrag. Bezahlt würden sie von den Vorhabenträgern.

Als grundsätzliches Ziel der Stadtentwicklung benennt Schmidt eine „Steuerung und Verbesserung der Situation“. Im großen Stadtteil Holzhausen stelle sich die Frage, „inwieweit die Nahversorgung gewährleistet ist“. Und bekommen es die Politiker in ihren öffentlichen Sitzungen mit dem Thema zu tun ? „Noch vor den Sommerferien“, strebt Baudezernent Schmidt an. „Das ist mein Ziel.“

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