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Was WG-Vorsitzenden Fahle freut: Neue Einzelhändler kommen, andere wechseln den Laden

„Es tut sich was in der Stadt“

Bad Pyrmont. Leerstand: Das Schreckgespenst jeder Stadt macht bekanntlich auch vor Bad Pyrmont nicht Halt. Immer mal wieder gähnen ausgeräumte Schaufenster den Passanten entgegen und signalisieren, dass ein Laden dichtgemacht hat. Dann ist der Jammer bei vielen Einheimischen groß – auch wenn manche vielleicht gerade dort niemals eingekauft haben.

veröffentlicht am 03.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Doch jetzt, rechtzeitig zum bald herannahenden Frühjahr, kommt Leben in die Shoppingmeile. Es tut sich was im Zentrum der Stadt. Einige Geschäftsleute eröffnen neu, andere wechseln die Adressen. So wie Andrea Tepe, die mit ihrem Feinkostladen „Genuss Lust“ aus dem Haus Kirchstraße 15 in die Brunnenstraße 47 (vorher „Wunderhaus“) umgesiedelt ist und nun mit ihren Schaufenstern einen bunten Hingucker bietet. Für den Wechsel führt sie mehrere Gründe an. Hatte sie sonst 60 Quadratmeter zur Verfügung, so kann sie ihre Gewürzmischungen, Geschenkartikel und das Öl- und Essig-Sortiment nun auf 100 Quadratmetern ausbreiten und erweitern. „Hier findet mein Laden mehr Aufmerksamkeit“, ist die Einzelhändlerin überzeugt.

Ganz bewusst verkleinern will sich dagegen demnächst „Wunderhaus“-Inhaber Frank Krupa. Anfang März eröffnet er im Geschäftshaus Brunnenstraße 1 (Eingang Kirchstraße) seinen neuen Laden, genau zwischen zwei Mode-Boutiqen. Dort spare er nicht nur Miete, sagt der Lügder, sondern er werde auch sein Möbelangebot abbauen und sich auf Lederjacken, Taschen und andere Accessoires konzentrieren. „Dafür genügen mir 32 Quadratmeter. Ich freue mich schon auf meinen kleinen, feinen Laden“, blickt der Kaufmann optimistisch in die Zukunft.

Einer, der diesen Erfolg bisher schon für sich verbuchen konnte und fest auf die Kaufkraft der Einheimischen und der Gäste baut, ist der Pyrmonter Omid Khosh. Neben zwei eingeführten Geschäften in der Wandelhalle und auf der Hauptallee hat der junge Unternehmer ganz frisch seine Mode-Boutiqe „Mademoiselle“ in neu gestalteten Räumen der Brunnenstraße 9a eröffnet.

3 Bilder
Das frühere Schuhhaus Cordes wird renoviert für neuen Inhaber.

Wenn alteingesessene Geschäfte ihre Türen schließen, hinterlassen sie in jeder Hinsicht eine besondere Lücke im Stadtbild. Doch manchmal gibt es dann auch eine neue Verwendung. So ist in das ehemalige Geschäft Kaltenborn inzwischen der Modeshop La Signora eingezogen, und die Räume des früheren Schuhhauses Cordes werden im Augenblick renoviert. Dort gebe es möglicherweise bald einen neuen Mieter, versichert Immobilienmakler Michael Rausch: „Wir sind im Gespräch“.

Auch zwei andere, im Augenblick verwaiste Läden in der Brunnenstraße werden schon bald neue Inhaber finden, weiß Helmut Fahle, Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Chef des Hauses Schwager, der die aktuelle Entwicklung mit Zuversicht verfolgt: „Dass sich derzeit so viel tut im Zentrum, begeistert mich als Kaufmann und als WG-Vorsitzender. Es zeigt, dass Bad Pyrmont für die Geschäftswelt immer noch interessant ist“. Eine Tendenz, die sich auch in den aktuellen Zahlen widerspiegele: „Die Frequenz in vielen Geschäften war, auch dank etlicher ausländischer Gäste, im Januar ungewöhnlich gut“, betont Fahle. Dass die Werbegemeinschaft durch neue Einzelhändler vielleicht auch neue Mitglieder bekommt, sieht der Vorsitzende als wünschenswert, aber nicht zwingend: „Wir bieten jedem unsere Unterstützung an. Aber wir drängen uns nicht auf.“

Zum Jahreswechsel zog sich die Steinheimer Firma Krüger aus ihren Ausstellungsräumen am Brunnenplatz zurück. Drei Schaufenster an exponierter Stelle wurden leer. Doch wie im Postweg hat die Künstlergruppe „Brückenschlag“ eine Möglichkeit, hier ihre Werke zu präsentieren. Wechselweise sieben von ihnen stellen ihre Bilder aus. „Wenn noch kein neuer Mieter wartet, ist dies eine schöne Möglichkeit und auf jeden Fall besser als leere Schaufenster“, betont Helmut Fahle.

Bilder von Pyrmonter Künstlern: Eine gute Möglichkeit, leere Schaufenster zu füllen, meint auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Helmut Fahle.



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