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Hat die Pyrmonter Chorgemeinschaft eine Zukunft? / Ehrenmitglied Steinmeyer mahnt

„Es ist nicht kurz vor 12, es ist 12 Uhr!“

Bad Pyrmont. Normalerweise kommt bei einem Verein unter dem Punkt „Verschiedenes“ in der Tagesordnung nur noch Kleinkram zur Sprache, die wichtigen Dinge sind dann in der Regel meist schon erörtert worden. Doch bei der Jahresversammlung der Pyrmonter Chorgemeinschaft im St.-Georg-Gemeindesaal wurde es beim TOP 12 richtig ernst. Da legte nämlich Ehrenmitglied Herbert Steinmeyer den Finger in eine Wunde: „Unser dringendstes Problem ist es, neue und jüngere Mitglieder zu gewinnen. Wenn das nicht passiert, sehe ich schwarz. Es ist nicht kurz vor 12, es ist 12 Uhr!“, wandte sich Steinmeyer an seine Sangesbrüder.

veröffentlicht am 21.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Den Hinweis aus der Versammlung, dass es schließlich „in allen Vereinen bröckelt“, sahen die Sänger nicht wirklich als Trost. Der jüngst bei einem Lügder Chor geschlossene Kompromiss, sich nur noch alle vier Wochen zum Üben zu treffen, sei für die Chorgemeinschaft auch keine Lösung, wurde argumentiert. Eindringlich appellierte der Vorsitzende Günter Klauke an jeden Aktiven, sich persönlich um neue Mitglieder zu bemühen, und an alle Passiven, nicht nur als Förderer, sondern künftig nach Möglichkeit auch als Sänger den Verein zu unterstützen.

Klauke hatte zuvor in seinem Jahresbericht die 22 Sänger ersucht, die Chorproben häufiger zu besuchen und an den Auftritten aktiver teilzunehmen – auch wenn Krankheiten und fortschreitendes Alter akzeptable Gründe für manches Fernbleiben seien. „Wir wollen in Zukunft noch intensiver als bisher zusammen arbeiten. Manche Mitglieder haben sich mehr gemeinsame Geselligkeit gewünscht, aber dann sollten sich auch möglichst alle daran beteiligen“, nahm der Vorsitzende Bezug auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres. Er konnte aber auch über etliche erfolgreiche Auftritte und Aktivitäten im Jahr 2014 berichten, zu denen geballt Konzerte in der Weihnachtszeit gehörten, und er dankte allen Sängern für ihren Einsatz.

Ungeachtet mancher Schwierigkeiten, mit denen die Chorgemeinschaft zu kämpfen habe, blicke sie als Dirigentin auf ein gutes Jahr in vertrauensvoller Zusammenarbeit zurück, zog Chorleiterin Marcela Jatzlau Bilanz. „Wir hatten einige wunderbare Konzerte, und das ist schließlich das Wichtigste“, ermutigte sie die Sänger. Dass es auch für dieses Jahr schon Einladungen zu verschiedenen Konzerten gebe, wie zum Beispiel zu einem Jubiläumskonzert in Elbrinxen und zu einer Veranstaltung des Holzhäuser Frauenchores, gab Klauke in seiner Vorschau bekannt. Möglich sei auch die Teilnahme an einem gemeinsamen Singen aller Pyrmonter Chöre mit einem Chor aus Anzio im Mai. „Ein eigenes Konzert ist ebenfalls von uns angedacht, aber noch nicht fest geplant“, sagte der Vorsitzende.

Der Sänger der Chorgemeinschaft, Gerd Fliege, nahm in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Chorbezirks Hameln-Pyrmont im Deutschen Sängerbund einige Ehrungen vor. Mit der Ehrennadel und einer Urkunde des DSB wurden drei Mitglieder ausgezeichnet, die nicht nur viele Jahre aktive Sänger sind, sondern auch beispielhaft Vorstandsarbeit leisteten, wie Klauke betonte. Es waren die Ehrenmitglieder Günter Pellmann, seit 60 Jahren zum Chor gehörend und als Kassen- und Notenwart im Einsatz, sowie Gerhard Büthe, ebenfalls 60 Jahre dabei und lange als Beisitzer tätig. Für 50 Jahre aktive und engagierte Mitgliedschaft wurde Hans Hock geehrt.

Gerd Fliege (li.) zeichnete Gerhard Büthe, Günter Pellmann und Hans Hock aus (v. li., vorn). Es gratulierten Vorsitzender Günter Klauke (re.) und sein Stellvertreter Peter Koop (2. v. li.). Hei



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