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Neersens Ortsvorsteher erleichtert

„Es ist ein großes Glück, dass nicht mehr passiert ist“

NEERSEN. Neersens Ortsvorsteher Michael Thielke möchte sich gar nicht vorstellen, was hätte passieren können. „Bei einer Explosion des vollen Gastanks hätten wir wahrscheinlich nicht nur bundesweit Schlagzeilen gemacht“, meldete er sich nach dem überstandenen Gasalarm zu Wort, um sich bei den Helfern zu bedanken.

veröffentlicht am 24.01.2019 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 13:10 Uhr

Das Feuerwehr- und Gemeindehaus in Neersen am Dienstagabend. Sieben Stunden harrten die Neerser hier aus. Foto: Feuerwehr
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Der Ortsvorsteher wohnt mit seiner Familie nicht weit weg von der Unfallstelle, hat selber dabei geholfen, die Einwohner aus ihren Häusern zu holen. Er bedankt sich bei allen Einsatzkräften von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei, die in dieser außergewöhnlichen Situation geholfen hätten. „Dadurch gelang eine schnelle Evakuierung aller Bürger. Es ist ein großes Glück, dass nicht mehr passiert ist.“ Dass es auch Neerser gab, die sich über die Evakuierung beschwerten, ist ihm bekannt. „Ich habe aber volles Verständnis für diese Maßnahme“, betonte er, und die meisten Bürger hätten sich gut und verständnisvoll verhalten. Großes Lob zollte Thielke darum den Neersern, die sich über sieben Stunden im Feuerwehr- und Gemeindehaus zwar besorgt aber ruhig gewartet hätten. „Zum Glück ist es in diesem Ort selbstverständlich, dass niemand im Wege steht, sondern sofort hilft – egal ob mit Kaffee und Tee kochen, Essen organisieren oder Spiele für die Kleinen besorgen.“

Thielke nahm den Vorfall zum Anlass, darauf hinzuweisen, wie wichtig ehrenamtliche und freiwillige Rettungsarbeit sei und es für die Stadt und den Kreis keine Diskussion über Kosten oder Unannehmlichkeiten über diese Aufgaben geben dürfe. Er wies drauf hin, dass mit 275 Einsatzkräften mehr Helfer vor Ort gewesen seien, als Neersen Einwohner habe. Soweit ihm bekannt sei, gebe es zum Glück „nur“ einen Armbruch eines Bürgers und eine vorsorgliche ärztliche Versorgung einer Jugendlichen. „Deshalb waren wir froh, dass gegen 23 Uhr auch unsere ältesten über 90-jährigen Einwohner wieder im eigenen Bett schlafen und die letzten Freiwilligen nach Hause fahren konnten. Mit diesem Einsatz haben wir erst mal wieder genug Aufregung für die nächsten Jahre im Dorf gehabt, der noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.“
Versehentlich haben wir im Bericht vom Donnerstag den Namen des Eigentümers des betroffenen Hauses falsch angegeben. Richtig lautet sein Name Mike Oliver Seidel.



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