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„Unvorhergesehene Schwierigkeiten“

Es dauert länger in der Brunnenstraße

BAD PYRMONT. Bei der Sanierung der Fußgängerzone in der Bunnenstraße kommt es zu Verzögerungen. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Grund sind laut Stadtwerkechef Uwe Benkendorff unvorhergesehene Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Erneuerung von Hausanschlüssen.

veröffentlicht am 07.04.2017 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:28 Uhr

Das Bauunternehmen setzt zusätzliches Personal ein, um die Arbeiten zu beschleunigen. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Wir sind aktuell zehn Tage hinter dem ursprünglichen Zeitplan“, sagte Benkendorff erst auf Anfrage, wollte sich aber auf keinen endgültigen Fertigstellungstermin einlassen. „Das wäre unredlich, wir wissen ja nicht, was noch auf uns zukommt. Aber es geht jetzt darum, keine weiteren Verzögerungen mehr zuzulassen.“

Aktuell beseitigt die Stadt Bad Pyrmont zusammen mit beauftragten Unternehmen die Mängel im Pflasterbelag auf der Südseite der Brunnenstraße zwischen Rauchstraße und Brunnenplatz und optimiert gleichzeitig die Entwässerungssituation. Im Zuge dieser komplexen Baumaßnahme erneuern auch die Stadtwerke ein Mittelspannungskabel und gleichzeitig – dort wo es zwingend notwendig sei – die Hausanschlüsse. „Diese Modernisierungsarbeiten dienen der dauerhaften und nachhaltigen Versorgungssicherheit der Kurstadt Bad Pyrmont und insbesondere den Anwohnern und Gewerbetreibenden“, heißt es in einer Erklärung der Stadtverwaltung.

„Uns fehlte eine Dokumentation darüber, was genau in der Fußgängerzone seinerzeit verbuddelt worden ist. Das betrifft zum Beispiel die Frage, in welcher Höhe die Hausanschlüsse montiert worden sind“, so Benkendorff. „Das wissen wir erst jetzt.“ Grundsätzlich gehe es sowohl um die Hausanschlüsse als auch um das Mittelspannungskabel. „Jetzt geht es darum, zu klären, wo Leitungen im Detail liegen.“

Uwe Benkendorff, Stadtwerkechef

Es wäre unredlich, einen Termin für die Fertigstellung zu setzen.

Als das Vorhaben am 7. März den Anliegern vorgestellt wurde, war klar, dass die am 20. März gestarteten Arbeiten kompliziert sein werden. Rücksicht muss auf Baumwurzeln der denkmalgeschützten Allee, ein 30 000-Volt-Kabel, Leitungen, Telekommunikationskabel und Kanäle genommen werden. „Das ist wie eine Operation am offenen Herzen“, meinte damals der von der Stadt beauftragte Planer Michael Lex. Sechs Wochen Zeit plus ein Puffer von zwei Wochen bis zum 12. Mai war eingeplant worden. Die laut Stadt überraschend von den Stadtwerken avisierten Arbeiten an den Hausanschlüssen sollten keine Auswirkungen haben. Anlieger hatte aber schon damals befürchtet, dass es Unwägbarkeiten im Grund geben könnte, die die Arbeiten verzögern könnten. Benkendorff nannte den ursprünglichen Zeitplan ambitioniert aber durchaus realistisch. „Wir erledigen das lieber jetzt vernünftig, als dass wir später noch einmal wiederkommen“, bat er um Verständnis. „Schließlich geht es darum, moderne Technik einzubauen, und darauf haben die Anlieger einen Anspruch.“

Kritischer Beobachter der Baustelle ist Helmut Fahle, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Wenn es Sinn macht, die Leitungen auszutauschen, dann ist das eben so“, sagte er auf Anfrage. „Dann müssen wir die Verzögerung akzeptieren.“ Gleichzeitig lobt er die Informationspolitik des Bauamtes als „außerordentlich gut“. Er selber und Martina Tigges-Friedrichs, Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, waren vorab über die aktuelle Entwicklung informiert worden. Ein großes Lob hatte Fahle auch für die Emmerthaler Tiefbau GmbH. „Die machen einen wirklich guten Job.“ Laut Stadtverwaltung wird das Bauunternehmen zusätzliches Personal einsetzen, um die Arbeiten zu beschleunigen.

Die Stadtverwaltung wies am Freitag erneut darauf hin, dass Anlieger im Rahmen der von ihr koordinierten Baubesprechungen jeweils dienstags um 9.30 Uhr im Rathaus (Raum 308) die Möglichkeit haben, Fragen an die bauausführenden Firmen zu stellen und Anregungen zu geben.

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