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Nahkauf-Schmidt an der Oesdorfer Straße bleibt geöffnet

Erstmal geht es weiter

BAD PYRMONT. „Herzlich Willkommen“ steht in großer Schrift im Eingangsbereich des Nahkauf-Marktes an der Oesdorfer Straße. Und das war über 30 Jahre nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Wirklichkeit. Sie setzte sich auch im Markt fort. Und sie existiert weiter, wenn das Ehepaar Ursula und Klaus Hermann Schmidt und die acht im Markt Beschäftigten aufmerksam mit ihren Kunden umgehen.

veröffentlicht am 23.12.2018 um 18:20 Uhr

Das Ehepaar Schmidt heißt seine Kunden auch im Neuen Jahr „herzlich willkommen“. Foto: Ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Allmorgendlich drängen eine Menge Schüler in den Markt. Denn in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums gibt es nichts Vergleichbares. Hier können die Heranwachsenden sich mit Material für die Schule eindecken und finden auch allerlei für den Pausensnack.

Doch nicht nur das junge Volk freut sich über die Einkaufsmöglichkeit ganz in der Nähe. Gerade für die älteren Bewohner des Ortsteils Oesdorf bietet der kleine Einzelhandelsmarkt mit einem breit angelegten Sortiment im Grunde alles, was man in Ein- oder Zweipersonen Haushalten gebrauchen kann. „Ganz gleich, ob man mal eine Glühbirne braucht, Waschmittel oder eben auch frisches Gemüse und etwas Schmackhaftes von der Fleisch- oder Käseabteilung – es gibt fast nichts, was man nicht bekommen kann“, sagte eine ältere Kundin aus der nahen Wohngegend.

Und dann bieten Schmidts noch einen besonderen Service, auch um den Kundenstamm weiterhin an ihren Markt zu binden. So können ihre Kunden die Waren telefonisch oder im Markt bestellen, und danach wird ihnen die gekaufte Ware direkt nach Hause geliefert. „Wir erhalten dafür viel dankbare Blicke, denn so manche ältere Person ist dann doch nicht mehr in der Lage, mit einer vollen Einkaufstasche den Heimweg anzutreten“, so der Marktchef.

Doch nun verbreitet sich das Gerücht, es gehe auch mit diesem Nahversorger zum Jahreswechsel zu Ende. „Wir sind zwar beide in einem Alter, da wünscht man sich auch mal mehr Zeit für sich, nicht mehr so lange im Betrieb stehen zu müssen und endlich auch mal längere Zeit wegfahren zu können“, sagt Ursula Schmidt. Zudem stehe demnächst eine kleinere Investition an, die zwar nicht groß und allzu belastend ausfallen dürfte, dennoch hätten sie sich beide ernsthaft überlegt, ob sie das wirklich noch gemeinsam schultern wollten. Schließlich habe sich das Paar dann doch dagegen entschieden.

„Unsere Kunden wissen es schon länger, dass wir uns mit dem Gedanken beschäftigen, den Laden aufgeben zu wollen. Doch so lange der Rewe-Markt an der Schillerstraße noch nicht öffnet, so lange werden wir in jedem Fall noch unseren Kunden zur Verfügung stehen“, stellt Klaus Hermann Schmidt in Aussicht.

Die Zeit bis zum Sommer 2019 will das Ehepaar nutzen, um doch noch einen Nachfolger für den Betrieb zu finden.

„Wir werden zwar von der Stadt mit unserem kleineren Angebot nicht richtig wahrgenommen, weil wir eben kein richtiger Supermarkt sind. Doch für die Oesdorfer Umgebung sind wir ein ganz wichtiger Nahversorger, was uns unsere Kunden tagtäglich bestätigen“, sagen beide. Das liege nicht nur am Sortiment, sondern eben auch an der Art des Umgangs mit den Kunden. Und wie es direkt bestätigt zu bekommen lässt sich beobachten, wie eine Verkäuferin sich eines sehbehinderten Mannes annimmt und sich um ihn als Einzelkunden bemüht. „Gerade für dieses Persönliche mit den Menschen muss Zeit sein“, erklären Schmidts ihre Devise.



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