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KVV: Fehlt im Weserbergland-Konzept

Erst spät drängt Bad Pyrmont auf Gesundheitsreisen

Bad Pyrmont (uk). Peter Middel, Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins, vermisst in dem vergangene Woche mit deutlicher Mehrheit beschlossenem „Zukunftskonzept“ des Vereins „Weserbergland-Tourismus“ den Aspekt des Gesundheitstourismus. „Der für Bad Pyrmont wichtige Faktor Gesundheitsreisen ist dabei völlig außer Acht gelassen worden“, kritisierte er anlässlich der Jahrsmitgliederversammlung.

veröffentlicht am 20.04.2010 um 20:04 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:41 Uhr

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Im Wesentlichen verfolgt das Konzept „Tourismus im Weserbergland 2015“ das Ziel, sich über die Themen Weser-Radweg und Weserbergland-Wanderweg zu positionieren. „Wir unterstützen gerne die Forderung, dass für Bad Pyrmont nur dann eine Verdopplung der geforderten finanziellen Beteiligung an der Weserbergland-Tourismus in Frage kommt, wenn der für uns wichtige Gesundheitstourismus Bestandteil des Konzeptes wird“, betonte er.

Zumindestens die höhere Beteiligung Bad Pyrmonts ist bereits beschlossene Sache. Künftig zahlt die BPT nicht nur das Doppelte des bisherigen Beitrages in Höhe von 6000 Euro, sondern 16 000 Euro. „Bad Pyrmont muss sich solidarisch zeigen“, ließ Bürgermeisterin Elke Christina Roeder über ihren Sprecher Wolfgang Siefert auf Nachfrage wissen, warum sie dem Konzept mit dem Votum des BPT-Aufsichtsrates zugestimmt habe. Das sei allerdings nur unter der Voraussetzung geschehen, dass auch Gesundheitsreisen im Konzept eine Rolle spielen.

„Das Problem ist, dass die Kurorte danebengesessen haben und hinterher nachbessern wollten“, sagte WT-Geschäftsführerin Petra Wegener gestern und bestätigte, dass dieser Aspekt bislang keine Rolle gespielt habe, durchaus aber ein Thema sei. „Wir haben aber viele Themen und wenig Geld. Wenn wir jetzt alles auf einmal machen wollen, dann wird das nichts“, begründet sie, warum sich das Konzept zunächst auf die relativ schnell erreichbaren „Volumenmärkte“ Wandern und Radfahren konzentriert. Im nächsten Schritt werde man analysieren, was für den Gesundheitstourismus getan werden könne, der nicht in erster Linie ein regionales Thema sei. „Darum sind wir auf die Kurorte angewiesen, denn wir brauchen Top-Themen, die wir vermarkten können.“ Außerdem lasse sich Wandern auch gut für Gesundheitsreisen nutzen, „und da hat Bad Pyrmont einen super Ansatz“, so Wegener.

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