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„Spelunken“-Wirt Otto Dohse fragt sich, warum vor seiner Tür eine tote Katze lag

Erschlagen oder angefahren

Bad Pyrmont. „Was sind das für Leute, die ein Tier umbringen und es einem vor die Tür legen?“, fragt sich Otto Dohse. Denn sein Mitarbeiter Ivo Slisko hat eine Entdeckung gemacht, die dem Pyrmonter Gastronomen zu denken gibt: Vor der hinteren Terrassentür seiner Kellerkneipe „Spelunke“ lag am letzten Donnerstag eine tote Katze auf dem Kunstrasen. „Bäuchlings, mit den Vorder- und Hinterpfoten ausgestreckt“, sagt Dohse.

veröffentlicht am 22.12.2015 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Weil er und Slisko ihre Nachbarin als Katzenfreundin kennen, riefen sie dort gleich an. Carla Romanski kam und sah: Die graubraun-gelblich gestromte Katze zählte zu denen, die sie regelmäßig füttert. Eine Mitarbeiterin der Hotelbetreiberin holte das Tier dann ab. Und Romanski bat den Lügder Tierarzt Josef Spick, es in Augenschein zu nehmen. Aus dem nach vorn geschobenen Unterkiefer schloss der Veterinär auf eine Schädelverletzung. Was deren Ursache betrifft, so legt er sich jedoch nicht fest. „Sie könnte erschlagen oder von einem Auto angefahren worden sein.“ Eine genauere Aussage hätte nur nach einer Sektion des Kadavers getroffen werden können. Solche Untersuchungen führt der niedergelassene Tierarzt jedoch nicht durch.

So uneindeutig Spicks Einschätzung ist, so zurückhaltend betrachtet die Polizei den Fall. Die Ermittler erfuhren erst am Freitag am Telefon von dem Fund. Da war das Tier längst weggeräumt, und die Auffinde-Situation hatte niemand dokumentiert. „Es kann ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gewesen sein – oder auch nicht“, sagt Andreas Zoch, der den Kriminal- und Ermittlungsdienst im Pyrmonter Polizeikommissariat leitet.

Sicher ist Otto Dohse indes, dass die hölzerne Pforte zu seinem Biergarten an jenem Morgen, als die Katze vor seiner Tür lag, offenstand. „Normalerweise ist sie zu“, sagt der Wirt. Daraus schließt er, dass ein Mensch sich Zutritt zum Biergarten verschafft und das tote Tier abgelegt haben muss. „Da legt sich keine Katze hin“, glaubt auch Carla Romansky. Doch es scheint, als könne das Rätsel nicht gelöst werden.



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