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Gedenktag zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Erinnerung an eine dunkle Zeit

BAD PYRMONT. Wie in den Jahren zuvor greift der städtische Arbeitskreis 27. Januar Bad Pyrmont die Anregung des Altbundespräsidenten Roman Herzog auf, dem Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 in besonderer Form zu gedenken. Zu der Gedenkfeier laden der Arbeitskreis und Bad Pyrmonts Bürgermeister um 18 Uhr in den Ratssaal ein.

veröffentlicht am 26.01.2017 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 27.01.2017 um 19:10 Uhr

Volksbund-Bildungsreferentin Simone Rose (re.) bespricht mit Leonie Glahn-Ejikeme mögliche Schüler-Projekte im Rahmen der Ausstellung. Foto: jl
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Seit 1999 organisiert der Arbeitskreis 27. Januar Bad Pyrmont dieses Gedenken und widmet es im aktuellen Jahr den Menschen, die aufgrund der Gewaltherrschaft und deren Folgen in den Jahren 1933 bis 1945 ihre Heimat verloren, der Familie und den Freunden entrissen wurden und in einer für sie oft völlig fremden Umgebung neu Fuß und Vertrauen fassen mussten.

Dabei dürfte die Verlusterfahrung ebenso tiefgreifende Spuren hinterlassen haben wie das Ankommen in der Fremde, das Erfahren müssen, als Fremdling nicht willkommen und ausgegrenzt zu sein. Ebenso schwierig zu verkraften war sicherlich auch das erzwungene Teilen und Zusammenrücken, es zulassen zu müssen, dass Fremde in den so vertrauten und oft sogar häuslichen Bereich eindrangen. Auf welche Art und Weise diese Ausgrenzung, aber auch das neue Zusammenleben vor sich ging, haben Schüler der Max-Born-Realschule und des Humboldt-Gymnasiums erarbeitet. Ihr Ergebnis werden sie am Abend der Gedenkveranstaltung vorstellen. Schüler des Humboldt-Gymnasiums hingegen interviewten Rabbiner William Wolff, der 1933 als Sechsjähriger mit seiner Familie Deutschland verlassen musste.

Dass es auch in der Gegenwart derartige Lebenserfahrungen gibt, wird nahezu täglich durch Kontakte zu benachbarten Flüchtlingen und durch die aktuelle Berichterstattung über Kriegsereignisse und Fluchtverläufe deutlich. Auch hierüber werden authentische Berichte zu hören sein.

Zudem begleitet eine viel beachtete Ausstellung des Volksbundes zu dem Thema „Geflohen – vertrieben – angekommen“ die Veranstaltung. Sie wurde bereits am vergangenen Montag im Rathaus eröffnet (wir berichteten) und geht bis zum 6. Februar.



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