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Wie Soz.-Päd. Elisabeth Theilen Frauen bei ihrer Entscheidung begleiten will – ein neues Angebot der AIBP

Ergebnisoffen, kostenlos, vertraulich: Rat für Schwangere

Bad Pyrmont (Hei). „Schwanger sein macht glücklich“ – dieser Satz in einem Flyer des Vereins Arbeit und Integration Bad Pyrmont (AIBP) hat an seinem Ende ein Ausrufzeichen, aber auch ein Fragezeichen stehen. Denn dass vor allem eine unerwartete Schwangerschaft nicht automatisch Jubel auslöst, ist eine Binsenweisheit. Das weiß die Diplom-Sozialpädagogin und AI-Mitarbeiterin Elisabeth Theilen aus ihrer Tätigkeit nur allzu gut. Denn viele Betroffene sehen ihre Lebenspläne durchkreuzt und sind erst einmal ratlos, wenn nicht gar verzweifelt.

veröffentlicht am 23.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:21 Uhr

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Deshalb schließt das neue Angebot der AIBP, Beratung für Schwangere, eine Konfliktberatung mit ein. Dabei kann es sowohl um die gesetzlich vorgeschriebene Beratung im Schwangerschaftskonflikt (Abbruch Ja oder Nein) als auch um praktische Herausforderungen gehen, vor denen Frauen stehen: So wird manch eine geplagt von Zukunftsängsten. Denn nicht selten haben die Schwangeren finanzielle Sorgen, stecken mitten in einer Ausbildung oder wissen nicht, wie es in ihrem Job weitergehen soll – zumal dann, wenn sie keinen Partner haben, auf den sie bauen können. Oder es geht um die Frage: Wie sag ich‘s meinem Partner oder meinen Eltern?

Um den Zuschuss der Stadt weiter in gewohnter Höhe zu gewährleisten, hatten die Politiker den Verein AIBP vor einiger Zeit aufgefordert, neue Konzepte zu entwickeln (wir berichteten). „So haben wir neben der Beratung und Betreuung von Senioren als zweites Projekt diese Beratung für Schwangere ausgewählt. Wir glauben, damit eine Bedarfslücke in Bad Pyrmont zu schließen. Schließlich leben hier auch junge Men-schen“, sagt Elisabeth Theilen.

Die Beratung ist ergebnisoffen, kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Sie findet unabhängig von Religion und Staatsangehörigkeit statt. Die Sozialpädagogin ist durch eine Zusatzausbildung für diese Aufgabe qualifiziert. „Und wir sind jetzt auch offiziell vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie als Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle anerkannt“, berichtet der Vereinsvorsitzende Ralf Gehring.

Bisher mussten Frauen mit Beratungsbedarf nach Hameln fahren. Dort machen das Kreis-Gesundheitsamt, die Diakonie und der Sozialdienst katholischer Frauen Gesprächsangebote.

Die neue Pyrmonter Beratungsstelle informiert auch über gesetzliche Leistungen und kooperiert mit anderen Hilfseinrichtungen wie etwa dem Kinderschutzbund. „Besonders positiv ist auch, dass die Schwangeren unsere Second-Hand-Börse im Recyclinghof nutzen und sehr günstig alles fürs Baby einkaufen können – von der Erstausstattung bis zum Kinderwagen“, unterstreicht Ralf Gehring.

Die AIBP-Beratungsstelle, Rathausstraße 14 (Tel. 05281/ 608297, E-Mail: beratung@ aibp.de) ist Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 15 Uhr und Freitag von 8.30 Uhr bis 13 Uhr besetzt (Termine nach Vereinbarung).

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