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Treffende Parodien im konzerthaus

Entertainer Jörg Knör hat sie alle drauf

BAD PYRMONT. Jörg Knör ist ohne Frage ein Multitalent. Er singt, spielt Saxophon und Flöte, parodiert viele Promis sehr treffend und zeichnet auch noch aus dem Handgelenk Karikaturen, einfach so. Kein Wunder also, dass der quirlige Entertainer sein Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.

veröffentlicht am 12.11.2017 um 20:48 Uhr

Jörg Knör lässt Johannes Heesters auferstehen…Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Auf der Bühne im Pyrmonter Konzerthaus ist das Pariser Künstlerviertel Montmatre aufgebaut, und auf ein Schild hat Knör gezeichnet, wie er seinen heutigen Gastspielort sieht: ein(e) Bad(ewanne), ein Pier und einen aufgehenden Mond = Bad Pyrmont.

Als der Künstler dann die Bühne betritt, gehen die Lichter in den Fenstern der kleinen Häuser an und zaubern Behaglichkeit ins Bild. Hier, in Paris, hat alles angefangen für ihn, hier hat er zeichnen gelernt. Und so hat er, nach 40 Jahren Bühnenpräsenz, die Stadt an der Seine wieder als Kulisse gewählt.

Da trifft er sie dann alle wieder, die im Laufe der Jahre und Jahrzehnte seinen Weg gekreuzt haben und wie geschaffen sind für eine Parodie. Und er trifft, perfektioniert durch die passende Mimik und Gestik, stets den typischen Ausdruck. Zum Beispiel Inge Meysels scharfen Ton, Gerhard Schröders selbstzufriedenes Lachen, Helmut Schmidts sonore Stimme im verqualmten Gespräch mit Loki oder Karl Lagerfelds genuscheltes Liebesbekenntnis zu seiner Katze Choupette. „Ich hatte sie alle“, versichert Knör selbstbewusst.

… und Udo Lindenbergs Nuscheln parodiert er perfekt. Foto: Hei
  • … und Udo Lindenbergs Nuscheln parodiert er perfekt. Foto: Hei

Dazu gehören auch singende Künstler wie Gilbert Becaud, dem er 1972 seine erste Parodie widmete, Charles Aznavour, Johannes Heesters, Roberto Blanco oder Nino de Angelo, dem er tatsächlich ähnlich sieht, wie ihm auch Fans immer wieder versichern.

Zusammen mit Lutz Krajenski sind humorvolle eigene Songs entstanden und neue Arrangements bekannter Lieder.

Richtig spannend wird es, als Knör einige Stars „crossover“ singen lässt: Da tauschen Helge Schneider und Xavier Naidoo ihre Songs. „Dieser Weg“ wird bei Jazzer Schneider zum „Trampelpfad“– und sein „Katzeklo“ bei Naidoo zum „Katzenjammer“. Das Publikum ist begeistert.

Das alles bringt der Künstler locker und gekonnt über die Bühne, kitzelt das Typische der Parodierten heraus, ohne verletzend zu werden oder zu übertreiben.

Und ganz nebenbei zeichnet er mit flotter Hand charakteristische Köpfe auf einen großen Papierblock, wie das markante Profil seines Entdeckers Rudi Carrell. Oder von Loriots Fernsehhund Wum, dem Knör sieben Jahre lang seine Stimme geliehen hat. Diese Blätter verteilt er an die Zuschauer, die sich darum reißen.

Höhepunkt zum Schluss ist Knörs Glanznummer: der nuschelnde Udo Lindenberg. Einigen Damen überreicht Jörg Knör dann noch galant eine rote Rose. Nicht umsonst nennt er sein neues Programm schließlich „Filou“!

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