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Stadtwerke feiern 150-Jahre Gasversorgung

Energiegeladen wie eh und je

veröffentlicht am 18.06.2017 um 18:47 Uhr
aktualisiert am 18.06.2017 um 22:14 Uhr

Holger Zurmühlen demonstriert eine Dichtigkeitsprüfung, die gemacht wird, um Gaslecks aufzuspüren. Foto: YT
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Carlhermann Schmitt Reporter
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BAD PYRMONT. Party auf dem Gelände der Bad Pyrmonter Stadtwerke. 150 Jahre versorgen sie die Bevölkerung mit Gas. Was da alles dahinter steckt, zeigten unter anderem Holger Zurmühlen und Philipp Pennartz. 120 Kilometer Gasrohre laufen dafür durch die Kurstadt. „Meist etwas mehr als einen Meter tief im Erdreich“, erklärt Zurmühlen. Aus hauptsächlich drei verschiedenen Materialien bestehen die Rohre: „Kugelgraphit-Grauguss, Stahl und nun zu rund 70 Prozent Kunststoff.“ Zur Wissenschaft wird die Gasversorgung aber dadurch, dass nicht einfach die Rohre in die Erde gelegt werden und dann für immer perfekt das Gas durchleiten. „Es kommt immer wieder zu Undichtigkeiten“, weiß Zurmühlen aus Erfahrung. Beliebt ist zum Beispiel beim Zaunaufstellen das Treffen einer Gasleitung mit einer Metallspitze, die in die Erde gerammt wird. „Es gibt aber unterschiedlichste Gründe, warum eine Leitung undicht wird“, erklärt er und sieht das Problem nicht im großen Leck, sondern in den kleinen, die nicht so ohne Weiteres auffallen. „Deswegen gibt es alle zwei Jahre eine Dichtigkeitsprüfung durch eine Privatfirma.“

Dieter Fischer von der Firma „tbd“ zeigt ein Gerät, das weitläufig an einen Staubsauger erinnert, aber ein Luftsauger ist: „Die hiervon eingesaugte Luft wird analysiert und wenn wenigstens acht ppm – also acht Teile von einer Million Methan sind, wird Alarm geschlagen.“ Das bedeutet dann, dass das eine Methan-Konzentration ist, die nicht mehr natürlich ist, aber zunächst auch noch nicht dramatisch. „Aber es werden weitere Untersuchungen gemacht, und wenn sich herausstellen sollte, dass es ein Leck gibt, dann muss es repariert werden.“ Und wie das dann vonstattengeht, demonstrierte Pennartz mit seinen Modellen, an denen er zeigte, wie Ballons in die Rohre geschickt und aufgeblasen werden, um die Reparaturstelle von beiden Seiten abzudichten. Wie Rohre aufgeschnitten und mit Ersatz verschweißt werden, oder man mit Stöpseln arbeitet.

Im Haus lassen sich Undichtigkeiten etwas einfacher feststellen. „Dazu wird der Gashahn abgestellt und wir erzeugen Druck mit einem Ballon“, erklärt Zurmühlen und zeigt ein Gerät, das misst, ob der Ballon ständig weiter Luft abgeben muss – was auf eine undichte Stelle hindeutet. Und er zeigt dann ein kleines Spürgerät, das auch sofort Gasalarm gibt, selbst wenn nur ein Feuerzeug Gas entströmen lässt.

Isabell Diedrichs fährt bei der Jubiläumsfeier der Stadtwerke auf einem Segway.
  • Isabell Diedrichs fährt bei der Jubiläumsfeier der Stadtwerke auf einem Segway.

Die rund 800 Besucher ließen sich aber auch zu anderen Energieformen inspirieren. Zum Beispiel bei einer Runde Segway fahren oder mit einer kleinen Runde mit einem „Zero“ Elektro-Motorrad, das eine durchschnittliche Laufleistung von 170 Kilometern mit einer Batterieladung verspricht, wenn die 67 PS nicht zu sehr ausgereizt werden.



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