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Thal: Spezialistenim Einsatz

Endspurt am Abhang

THAL. Am Hang bei Thal lässt die Bahn-Tochter „DB-Netz AG“ derzeit fertigstellen, was 2015 begann: Im Fels verankerte Fangnetze sollen die S-Bahnen und Züge auf dem rund einen Kilometer langen Streckenteil vor Steinschlag schützen.

veröffentlicht am 22.12.2017 um 21:15 Uhr

Die von der Bahn-Tochter DB Netz AG beauftragte Hangsicherungs in Thal wird im laufenden Betrieb durchgeführt. Da müssen die Arbeiter höllisch aufpassen. Nach zweijähriger Unterbrechung erledigt die Fachfirma derzeit noch Restarbeiten. Foto: yt
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Dazu mussten insgesamt 2000 zwei Meter tiefe, fast armdicke Löcher in die Kalksteinfelsen gebohrt werden. In die Hohlräume versenken die Felsensicherer anschließend lange Anker. Dann verfüllen angeseilte Experten die Lücken mit Spritzbeton aus dem Schlauch. Die Anker bilden die Basis für das Stahlgeflecht, das den Hang schützen soll.

Die aufwändigen Arbeiten, deren Kosten Bahn-Sprecher Egbart Meyer-Lovis auf über zwei Millionen Euro schätzt, waren im Herbst 2015 unterbrochen worden. Das vorher kalkulierte Zeitfenster war zu.

Dass die Arbeiter erst in diesem Dezember wieder anrückten, hat seinen Grund in der langen Vorlaufzeit solcher Bauprojekte. Denn die Abhängigkeiten sind immens – muss doch der Schienenverkehr jedes Mal großräumig auf die zeitweilige Sperrung eines von zwei Gleisen abgestimmt werden. „Mal eben“ geht nicht.

Heute früh sind die Arbeiter einer Spezialfirma aus Würzburg, deren Einsatz in Thal während der vergangenen zwei Wochen jeweils um 23 Uhr begann, aber erst einmal wieder abgerückt. Nach der Weihnachtspause werden sie am 13. und 14. Januar sowie vermutlich noch einmal im März 2018 vor Ort sein.

Parallel zur Hangsicherung werden auf der Strecke zudem die Gleise erneuert. „Nach 25 Jahren muss das sein“, sagt Bahn-Sprecher Meer-Lovis.

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